«Tschechows Kirschgarten» am Luzerner Theater

Am Luzerner Theater inszeniert der serbische Regisseur Predrag Strbac «Tschechows Kirschgarten». Dabei kommt es zu einer erstmaligen Zusammenarbeit zwischen einem Team und Schauspielern aus dem Balkan und Luzerner Ensemblemitgliedern.

Die Schauspieler auf der Bühne in Action.

Bildlegende: Schauspieler des Luzerner Ensembles stehen zusammen mit Schauspielern aus dem Balkan auf der Bühne. zvg

Das Stück «Der Kirschgarten» erzählt, ohne «Sex and Crime», vom Untergang alter Feudalität, dem Niedergang einer begüterten Familie und dem Hochkommen eines Neureichen, der die miserable Lage für sich zu nutzen weiss.

Die Zusammenarbeit im Rahmen von Culturescapes Balkan 2013 darf als gelungen bezeichnet werden. Der «Kirschgarten» wird, wie es Tschechow wünschte, trotz aller Melancholie als Komödie mit rockigen Songs dargestellt.

Das politische Thema der Isolation, welche es gemäss Strbac im Balkan und in der Schweiz gibt, flackert allerdings nur da und dort in Form von Zwischentönen und beiläufigen Anspielungen auf.

Sehr gut dargestellt hingegen wird eine müde Gesellschaft, die nicht mehr fähig ist, ihr eigenes Leben auf die Reihe zu kriegen.