Umstrittene Pauschalbesteuerung

Sämtliche Zentralschweizer Kantone kennen die Pauschalsteuer. Während die einen das Steuerinstrument für reiche Ausländer als Standortvorteil anschauen, sehen es die anderen als fragwürdige Vereinbarung und ungerecht. Das Schweizer Volk entscheidet am 30. November.

Ein Bündel Tausendernoten als Symbolbild für Pauschalsteuern.

Bildlegende: Pauschalsteuern sind ein Privileg für reiche Ausländer. Keystone

Eine Pauschalbesteuerung sei kein Deal, sondern sie richte sich nach Einkommen und Vermögen, sagt Paul Furrer von der Dienststelle Steuern des Kantons Luzern. Die Angaben würden jährlich überpüft. Im Kanton Luzern gelten seit 2012 strengere Rahmenbedingungen mit einem steuerbaren Einkommen von mindestens 600'000 Franken und einem Vermögen von mindestens 12 Millionen Franken. Aktuell werden im Kanton Luzern 117 Personen pauschal besteuert - Tendenz abnehmend. Die Dienstelle Steuern rechnet bis 2018 mit der Halbierung des aktuellen Steuerertrags von 23 Millionen Franken.

«Ungerechte Pauschalsteuern»

Bundesrätin und Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf hat in der SRF Fernsehsendung «Giacobbo Müller» gesagt: «Sie ist nicht gerecht, die Pauschalbesteuerung, aber entweder will man diese Steuererträge oder nicht!» Im Kanton Luzern kritisiert die SP mit einem Vorstoss die Steuervereinbarungen zum Beispiel mit dem österreichen Hotel-Besitzer Peter Pühringer in Vitznau. Die SP fordert eine unabhängige Überprüfung.

Am 30. November entscheidet das Schweizer Stimmvolk über die Pauschalbesteuerung für reiche Ausländer.