Umstrittener Entscheid zur Zentral- und Hochschulbibliothek

Der Kanton Luzern will das Gebäude der Zentral- und Hochschulbibliothek ZHB unter Denkmalschutz stellen. Die wichtigsten Gründe seien der erhebliche künstlerische, historische und wissenschaftliche Wert der ZHB. Damit geht die Diskussion um die Zukunft der ZHB in eine weitere Runde.

Die Rückseite des Gebäudes der Zentral- und Hochschulbibliothek in Luzern.

Bildlegende: Das Gebäude der ZHB soll unter Denkmalschutz gestellt werden. SRF

Über das Gebäude der Zentral- und Hochschulbibliothek sind seit längerer Zeit Diskussionen im Gang. Dieses sollte dringend renoviert werden. Im letzten November hat der Luzerner Kantonsrat entschieden, dass das Gebäude einem Neubau weichen soll.

Längst überfälliger Entscheid

Nun soll die ZHB unter Denkmalschutz gestellt werden. Dies hat das Bildungs- und Kulturdepartement auf Antrag der Denkmalkommission entschieden.

 «Dieser Entscheid war längst überfällig und soll in der aktuellen Diskussion nun Klarheit schaffen», sagt Karin Pauleweit, Leiterin der Dienststelle Hochschuldbildung und Kultur des Kantons Luzern gegenüber dem Regionaljournal.

Bürgerliche Parteien prüfen Beschwerde

Gegen den Entscheid, dass das ZHB-Gebäude unter Denkmalschutz gestellt wird, kann Verwaltungsbeschwerde erhoben werden.

«Diese Option kommt für uns durchaus in Frage», sagt CVP Kantonsrätin Andrea Gmür. Sie machte im vergangenen November den Vorstoss im Rat, dass die ZHB einem Neubau weicht, in dem nebst der Bibliothek auch das Kantonsgericht untergebracht werden sollte. «Ich bin erstaunt, über das Vorgehen des Kantons. Einen Parlamentsentscheid kann man nicht so einfach umgehen in einer Demokratie», sagt sie gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz.

Eine Beschwerde können sich auch die FDP und die SVP vorstellen, wie es auf Anfrage bei den Parteien hiess.
Erfreut über den Entscheid des Kantons zeigen sich die Linken. «Der Erhalt der ZHB in der heutigen Form als historisch und architektonisch wertvolles Gebäude liegt uns Grünen seit jeher am Herzen», so der Präsident der städtischen Grünen, Marco Müller.