Umweltverbände kämpfen für natürlichen Lauerzersee

Sieben nationale und regionale Umweltverbände verlangen von der Schwyzer Regierung in einem offenen Brief, auf die Regulierung des Lauerzersees zu verzichten. Dies bringe keinen genügenden Hochwasserschutz und schade den Moorlandschaften von nationaler Bedeutung.

Der See in Winterlandschaft

Bildlegende: Der Hochwasserschutz rund um den Lauerzersee ist ein Jahrzehnte altes Anliegen. Keystone

Erneute Abklärungen für den Hochwasserschutz, so wie sie der Kantonsrat erst kürzlich beschlossen hat, seien eine Verschleuderung von Steuergeldern, sagt Pius Kühne, der Präsident der Stiftung Lauerzersee.

«Die Seeregulierung bringt keinen wirksamen Hochwasserschutz, schädigt im Gegenzug aber Moorlandschaften und Amphibiengebiete von nationaler Bedeutung», sagt Pius Kühne im Namen von sieben Umweltverbänden, die sich mit einem offenen Brief an die Regierung wenden.

Es sind die Stiftung Lauerzersee, der Schwyzer Umweltrat, der Schweizer Vogelschutz, die Schweizerische Gesellschaft für Vogelkunde, Pro Natura, WWF Schwyz und der Schwyzer Heimatschutz, die sich Seite an Seite für den Lauerzersee einsetzen.

Offener Brief an die Regierung

«Seit 1935 weiss man bestens, wie hoch der See steigen kann. In der Folge sind Fehler passiert bei den Einzonungen und bei den Bauten zu nahe am See», sagt Pius Kühne. Statt Regulierung solle die Regierung Objektschutzmassnahmen ins Auge fassen, fordern die Umweltverbände.

Der offenen Brief liegt nun bei der Schwyzer Regierung. Diese hat vom Parlament den Auftrag erhalten - nachdem der Hochwasserstollen im Sommer keinen Gefallen gefunden hat - eine neue Auslegeordnung für den Hochwasserschutz am Lauerzesse auszuarbeiten.