Uri erstellt keine Studie zur Wohnraumförderung im Oberland

Das Urner Kantonsparlament will nichts von einer Studie wissen, wie im Urner Oberland neuer Wohnraum bereitgestellt werden könnte. Man rechnet damit, dass künftig wegen des neuen Tourismusresorts in Andermatt im oberen Kantonsteil bis zu 2500 neue Wohnungen gebraucht werden.

Baustelle in Andermatt

Bildlegende: Ferienwohnungsbau in Andermatt: Darum erwartet man in Uri auch mehr Bedarf an Wohnungen für Einheimische. Keystone

Die Regierung hatte einen Kredit von 200'000 Franken für die Ausarbeitung der Studie beantragt. Der Kredit scheiterte nach einer hitzigen Diskussion mit 30 zu 27 Stimmen. Bereits in der vorbereitenden Kommission war der Antrag umstritten.

Im Parlament bezeichneten mehrere Landräte das Projekt als «Papiertiger» ohne wirklichen Nutzen. Auch die hohen Kosten sorgten für Kritik.

Positive Voten fielen vor allem auf Seiten der CVP, der SP und der Grünen. Sie hätten die Studie als Chance für Uri gewertet. Von den Erkenntnissen könne der ganze Kanton profitieren.

Studien rechnen damit, dass im Urner Oberland und im Urserental wegen des Tourismusresorts in Andermatt bis zu 2500 neue Wohnungen benötigt werden. Darum wollte die Regierung in Zusammenarbeit mit dem Urner Gemeindeverband und der Hochschule Luzern ein Projekt realisieren, wie dieser Wohnraum gefördert werden könnte.