Uri will Rettungsdienst für das Urserental aufbauen

Das militärische Notspital in Andermatt wird in Zukunft für die Zivilbevölkerung keine Dienstleistungen wie Ambulanzfahrten mehr erbringen. Deshalb muss der Kanton Uri einen Rettungsdienst aufbauen.

Ambulanzfahrzeug auf der Autobahn.

Bildlegende: Der Kanton Uri muss für das Urner Oberland einen Rettungsdienst aufbauen. Keystone

Der Kanton Uri muss einen Rettungsdienst für das Urserental aufbauen. Grund ist, dass die in Andermatt stationierte Armeeambulanz ab dem 1. April 2016 nicht mehr für den Transport von zivilen Patienten zur Verfügung steht.

1983 ging die Liegenschaft des heutigen militärischen Notspitals in Andermatt von der Korporation Urseren an die Eidgenossenschaft über. Im damals abgeschlossenen Vertrag wurde auch festgelegt, dass das militärische Notspital als Abgeltung gewisse Leistungen für die Bevölkerung erbringen müsse.

Zu den Leistungen gehört der Einsatz der Ambulanz für medizinisch bedingte Transporte in ein Spital. Stationäre Leistungen zugunsten ziviler Patienten erbringt das Notspital der Armee aber nicht.

Nun löst der Bund den Vertrag per Ende März 2016 auf. In der am Freitag veröffentlichten Antwort auf eine Interpellation schreibt die Urner Regierung, dass der Kanton in der Pflicht stehe, einen zeitgemässen Rettungsdienst aufzubauen, der rund um die Uhr für die Versorgung der Bevölkerung des Urner Oberlandes zur Verfügung stehe. Wie der künftige Rettungsdienst organisiert wird, ist derzeit noch offen. Er solle aber wenn möglich auf bestehenden Strukturen aufbauen.