Urner Gemeinden suchen neue Wege für Betreuung im Alter

Die Menschen werden immer älter und damit steigen die Kosten für deren Betreuung. Dieser Kostenentwicklung wollen die Urner Gemeinden nun entgegentreten: Die Hochschule Luzern soll Möglichkeiten aufzeigen. Dafür müssten die Gemeinden kurzfristig Mehrausgaben budgetieren.

Eine alte Frau steht in der Stube vor der Balkontüre.

Bildlegende: Auch mit dem neuen Modell sollen ältere Menschen in Uri möglichst lange zuhause betreut werden können. (Symbolbild) Keystone

Bereits heute gibt es in den Urner Gemeinde verschiedenste Angebote für die Betreuung im Alter. «Das Problem ist nur, dass alle Gemeinden verschieden arbeiten. Nun wollen wir eine gemeinsame Plattform schaffen», sagt Karl Huser, der Präsident des Gemeindeverbands des Kantons Uri.

Verschiedene Ideen im Köcher

Im Sommer 2014 stand das Thema «Zukunft Alter in Uri» erstmals dick in der Agenda des Gemeindeverbands Uri. Damals wurde beispielsweise das Modell der Betreuungsgutscheine diskutiert. Dabei erhalten Pflegende Gutschriften, welche sie dann im Alter einlösen können.

Nun, Anfang November, sollen die Gemeindevertreter den Grundsatzentscheid fällen: Soll die Hochschule Luzern Modelle für die Betreuung im Alter auswerten und neue Ansätze einbringen?

Stimmt die Versammlung an der Herbsttagung zu, kommen auf die Gemeinden Gesamtkosten von rund 100'000 Franken zu. Alleine für die Projektierung.

Trotz der kurzfristig hohen Kosten ist Karl Huser zuversichtlich: «Die Rückmeldungen der Gemeindevertreter sind positiv. Sie sehen, dass sie Synergien nutzen und auf lange Sicht Geld sparen können.»