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Verkehrshaus Luzern Bleiben im Jahr 2018 die Schulklassen weg?

2017 waren mehr Besucher im Verkehrshaus, es war ein gutes Jahr. Für 2018 macht man sich trotzdem Sorgen.

Legende: Audio Immer weniger Schulklassen im Verkehrshaus abspielen. Laufzeit 02:04 Minuten.
02:04 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 07.05.2018.

Rund 850'000 Personen waren im vergangenen Jahr im Verkehrshaus. Das sind 60'000 mehr als 2016. Am meisten Leute waren im Museum selber, aber auch das Planetarium, die Schokoladen-Ausstellung und das Filmtheater waren gut besucht.

Rückläufig war allerdings die Anzahl der Mitgliedschaften. Sie ging um zwei Prozent auf gut 36'000 zurück. Der Grund dafür ist, dass die Mitgliedschaft für Familien per Anfang 2017 teurer geworden ist.

Der Gewinn beträgt gut 347'000 Franken. Der Umsatz stieg auf knapp 20 Millionen Franken – dies sind acht Prozent mehr als im Vorjahr. Dazu beigetragen haben laut dem Verkehrshaus, dass mehr Sponsoring- und Werbegelder eingenommen wurden.

Kommen 2018 weniger Schulklassen?

Trotz dem guten Jahr 2017 macht sich Verkehrshausdirektor Martin Bütikofer fürs laufende Jahr Sorgen. Grund ist ein Bundesgerichts-Entscheid von vergangenem Dezember. Dieser verbietet den Schulen, für obligatorische Tagesausflüge mehr als 16 Franken von den Eltern zu verlangen.

Das würde auch das Verkehrshaus betreffen, schliesslich besuchten im vergangenen Jahr über 2500 Schulklassen das Luzerner Museum. Laut Bütikofer sei der Eintritt für Schülerinnen und Schüler mit zehn Franken zwar relativ günstig, aber die Anreise mit dem Zug komme natürlich hinzu. «Wir merken deshalb, dass immer weniger Schulklassen von weit her anreisen. Aus dem Tessin oder dem Wallis kommen nur sehr wenige Schüler».

Lösungen gesucht

Zum einen beschäftige ihn dies, weil es sich aufs Ergebnis auswirken könnte, zum anderen aber auch, weil sich das Verkehrshaus in seinen Statuten zum Bildungsauftrag verpflichtet hat. «Wenn weniger Klassen kommen, können wir diesen Auftrag nicht mehr gleich gut erfüllen», so Bütikofer.

Man suche deshalb in der Geschäftsleitung nach Lösungen. «Eine Arbeitsgruppe hat sich dem angenommen». So könne man sich vorstellen, eine Partnerschaft mit einem Carunternehmen einzugehen, damit die Anreise für Schulklassen günstiger wird.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Soeben hörte ich im "Regional-D9agonal" auf SRF 1 von diesem makabren Entscheid und traute meinen Ohren nicht. Was fällt eigentlich denen z'Bärn noch für Blödsinn ein? Ausgerechnet hier wird gespart, ist doch ein gemeinsamer Besuch des Verkehrshauses ein Lehrreiches und gesellschaftliches Erlebnis. Es gäbe in "anderen" Bereiche, wo das Geld sinnlos verschleudert wird, genug Sparpotential, aber doch nicht bei der Schuljugend. Pfuitiifu! Ich hoffe auf eine gute Lösung mit einem Carunternehmen.
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    1. Antwort von robert mathis (veritas)
      Wen wundert diese Sparmassnahmen vom Bundesrat bei den Schweizerkindern dann lieber Millonen investieren in alleinreisende Asylantenkinder bitte wenn schön das Eine tun dann das Andere nicht spüren lassen
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  • Kommentar von Thomas Steiner (Tom Stone)
    Nach dem Bundesgerichtsentscheid darf ich von Eltern keine BEiträge mehr für Ausflüge verlangen und max. 80.- für ein Lager. Daneben sind die Preise bei SBB, ZB, Postauto etc. so drastisch gestiegen, dass ich mir solche Ausflüge gut überlegen muss. Aber so läuft unsere Politik: Nur nicht über den Tellerrand schauen, sondern Sofortlösungen anbieten, ohne dabei den Folgeschaden zu erkennen.
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    1. Antwort von Michel Koller (Mica)
      Dies entschied das Bundesgericht und die nicht die Politik. Aus meiner Sicht sollten die Reisen für öffentliche Schulen umsonst sein, ebenso der Eintritt in subventionierte Museen und Einrichtungen.
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    2. Antwort von Hermann Roth (Dr. Wissenschaftler)
      @Michel Koller wenn Sie glauben, das Bundesgericht mache keine Politik, dann stimmt das vielleicht in der Theorie aber leider nicht in der Praxis...
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