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Zentralschweiz Volker Hesse sagt Uri auf Wiedersehen

Zwei Mal inszenierte Volker Hesse in Altdorf den Tell. Jetzt verabschiedet sich der Regisseur mit einer Kolumne in einer Lokalzeitung von den Urnerinnen und Urnern.

Porträt des Regisseurs Volker Hesse.
Legende: Regisseur Volker Hesse hatte gute Jahre im Kanton Uri. Keystone

Die Jahre im Kanton Uri seien gute Jahre in seinem Leben gewesen, schreibt der Regisseur Volker Hesse. Zwei Mal - 2007/08 und 2011/12 - inszenierte er in Altdorf Schillers «Tell». Am Samstag verabschiedete er sich mit einer Kolumne im «Urner Wochenblatt».

Es gab wenig Obstruktion, wenig Feindseligkeit, schreibt der 68-jährige Hesse. Stattdessen: Freundlichkeit, Offenheit, Begeisterungsfähigkeit. «Es begegnete mir manche schöne Eigenwilligkeit, manche berglerische Wildheit, manche kostbare Behutsamkeit und Zärtlichkeit.»

Auf dem samstäglichen Gang auf dem Markt am Lehnplatz im Urner Hauptort Altdorf habe er das lebensfreudige Geplauder und die vorzüglichen Käse, Weine und Schinken genossen. Mit den Spielerinnen und Spielern habe es manches selige «Ausdampfen» bis in die Nacht hinein gegeben. Auch sei er klugen Magistraten begegnet, hält der Regisseur fest, «solchen, die mit melancholischem Witz und urbanem Niveau Probleme analysieren können».

«Habt Dank, liebe Urner»

Wie nie zuvor habe er in Uri das Rasen des Föhns erlebt, die Wucht der kalten Bergwelt, den Sprung in den kalten grünlichen See, so Hesse. Und der Blick Richtung Gotthardpass habe ihn vom Süden träumen lassen. Die Momente, wo spielende Menschen ihre Alltagswelt verliessen, bewahre er in seinem Herzen. «Habt Dank, liebe Urnerinnen und Urner», schliesst Hesse seine Kolumne.

Volker Hesse kennt die Zentralschweiz auch aus anderer Perspektive. 2000 und 2007 inszenierte er in Einsiedeln das «Welttheater» in der Fassung von Thomas Hürlimann. Die Aufführungen stiessen im Kloster nicht nur auf Begeisterung. Abt Martin Werlen bemängelte unter anderem zu viel Zeitgeist und zu wenig Hoffnung.

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