Von Hergiswil ins Weltall

Das Kompetenzzentrum für biomedizinische Weltraumforschung zieht von Zürich nach Hergiswil. Grund dafür ist, dass die Weltraumforschung nicht mehr zur ETH, sondern künftig zur Hochschule Luzern - Technik und Architektur gehört.

Markus Egli, Leiter des Kompetenzzentrum für biomedizinische Weltraumforschung in Hergiswil

Bildlegende: Leiter des Kompetenzzentrum für biomedizinische Weltraumforschung in Hergiswil NW: Markus Egli srf

Schon bald gibt es von der Hergiswiler Dorfstrasse aus Kontakt ins Weltall. Der Umzug ist in vollem Gange: Computer sind installiert und Server stehen bereit. Die zehn Mitarbeitenden des Kompetenzzentrums für biomedizinische Weltraumforschung werden Ende April ihre Arbeit in Hergiswil voll aufnehmen. Die Tätigkeiten in Hergiswil sind einerseits Aufträge, welche das Kompetenzzentrum von der Europäischen Weltraumagentur ESA und der NASA übernimmt. Andererseits wird an verschiedenen Weltraumprojekten geforscht.

Von der ETH an die HSLU

Grund für den Standortwechsel von Zürich nach Hergiswil ist, dass das Kompetenzzentrum für biomedizinische Weltraumforschung nicht mehr zur ETH in Zürich, sondern neu zur Hochschule Luzern - Technik und Architektur gehört. Der Leiter des Kompetenzzentrums, Markus Egli, freut sich: «An der ETH hatten wir keine Perspektiven mehr. Jetzt mit dem neuen Standort Hergiswil haben wir die Möglichkeit zu forschen und allenfalls Studierende auszubilden.»

Allerdings wird Hergiswil voraussichtlich nur ein Zuhause auf Zeit. Laut Markus Egli könne man sich durchaus vorstellen, in ein paar Jahren Richtung Buochser Flughafen zu ziehen. Dort entsteht allenfalls dereinst ein neues Zentrum für Luft- und Weltraumfahrt auf dem Gelände beim Flughafen. Dies ist allerdings noch nicht spruchreif: «Und bis es soweit ist, bleiben wir sehr gerne in Hergiswil», sagt Markus Egli gegenüber dem Regionaljournal.