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Vor den Wahlen 2018 Knatsch bei der CVP Obwalden

Die wilde Kandidatur von Jürg Berlinger kommt bei der CVP nicht gut an. Sie stellt ihn als Kantonsrat nicht mehr auf.

Noch vor der offiziellen Nominationsversammlung der CVP Obwalden am Mittwochabend hat CVP-Kantonsrat Jürg Berlinger bekannt gegeben, ohne Unterstützung seiner Partei zu kandidieren. Dieses Vorgehen des Sarner Gemeindepräsidenten kommt bei seiner Partei nicht gut an.

Berlingers Vorpreschen sorgt für Unmut

Zwei von den fünf Sitzen in der Obwaldner Regierung werden von CVP-Politikern besetzt. Der bisherige Christoph Amstad tritt wieder an, Niklaus Bleiker hört im Sommer auf. Für diesen Sitz will die CVP an der Nominationsversammlung vom Mittwoch ihren Kandidaten küren. Zwei Männer stehen zur Auswahl.

Gerne hätte die CVP auch Jürg Berlinger zur Auswahl vorgeschlagen. Er selber wollte das aber nicht. Der CVP-Kantonalpräsident Bruno von Rotz sagt auf Anfrage: «Jürg Berlinger hat entschieden, an der Nominationsversammlung nicht anzutreten, er wollte sich der internen Ausmarchung nicht stellen.» Das habe für Kopfschütteln gesorgt, die Partei habe es aber so zur Kenntnis genommen.

Parteiaustritt ist kein Thema

Dieses Vorgehen ist eher ungewöhnlich, wilde Kandidaturen kommen meistens von Personen, die von ihrer Partei nicht nominiert werden. Wieso Berlinger nun schon vor der Nomination als wilder Kandidat kommt, ist unklar. Fühlt er sich von der Partei zu wenig getragen? Dazu äussert er sich nicht. Er meint lediglich: «Wir sind im überparteilichen Komitee überzeugt, dem Volk eine breite Auswahl zu bieten.» Er spüre eine breite Unterstützung aus der Bevölkerung und habe viele positive Reaktionen auf seine Kandidatur erhalten.

Ich bin nach wie vor Mitglied der CVP. Ich habe aber noch genügend Zeit, gewisse Überlegungen anzustellen.
Autor: Jürg BerlingerRegierungsrats-Kandidat

Auch wenn er jetzt ohne Unterstützung seiner Partei in die Regierungsratswahlen gehe, ein Austritt aus der Partei stehe zur Zeit nicht zur Debatte.

Auch keine Kantonsrats-Nomination

Die Mitglieder seiner Ortspartei in Sarnen sind jedoch nicht erfreut über das Vorgehen von Berlinger. Sie haben entsprechend auch schon reagiert. Seit 2008 ist Jürg Berlinger Mitglied des Kantonsrates. Neben seiner Kandidatur für die Regierung wollte er auch für das Kantonsparlament wieder kandidieren. Wie die «Obwaldner Zeitung» aber heute schreibt, hat ihn seine Ortspartei Sarnen klar nicht mehr als Kantonsrat nominiert.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr

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