Wahlen 15: Weniger Verdienst für Regierungsräte im Stöckli

Drei Zentralschweizer Regierungsräte kandidieren für einen Sitz im Ständerat. Dieser bringt zwar mehr Prestige, aber wegen des kleineren Pensums auch weniger Lohn. Die Frage, wie sie diese Lücke im Einkommen schliessen wollen und wie stark sie sich dadurch binden, gehen sie unterschiedlich an.

Markus Stadler wurde 2010 während der Legislatur in den Ständerat gewählt. Der Urner GLP-Vertreter erhielt schon vor seiner Wahl Angebote für Nebenjobs von Interessengruppierungen. Die meisten schlug er aber aus, weil er Wert auf Unabhängigkeit legte.

Auch die drei aktuell für den Ständerat kandidierenden Regierungsräte aus der Zentralschweiz müssen sich die Frage stellen, ob und wie sie bei einer allfälligen Wahl ins Stöckli die Lücke im Einkommen schliessen wollen. Für den Urner FDP-Finanzdirektor Josef Dittli ist ein Nebenjob quasi Pflicht, wegen des Einkommens, aber auch, weil es zur Aufgabe eines Bundespolitikers gehöre.

Zurückhaltung bei Mandaten

Ganz anders der Zuger CVP-Finanzdirektor Peter Hegglin. Als Nationalrat seien solche Mandate wichtig, als Standesvertreter in der kleinen Kammer habe er eine andere Aufgabe. Da sei Zurückhaltung angesagt.

Mandate nach Wahl ausbauen

Für den Nidwaldner FDP-Finanzdirektor Hans Wicki ist schon die Ausgangslage eine andere. Als Regierungsrat im Hauptmandat hat er bereits jetzt zwei Verwaltungsratsmandate als Privatmann inne. Und diesen Teil wolle er als Mann der Wirtschaft bei einer allfälligen Wahl noch ausbauen.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr