Wahlsystem «Pukelsheim» für die Urner Proporzgemeinden

Nach Einschätzung der Urner Regierung dürfte der Kanton nicht um die Einführung des Wahlsystems «Doppelter Pukelsheim» herumkommen. Betroffen wären dabei aber nur die acht grösseren Gemeinden, welche ihre Landräte im Proporz bestimmen. Für die zwölf Majorz-Gemeinden würde alles beim Alten bleiben.

Der Hauptplatz der Gmeinde Altdorf.

Bildlegende: Auch die Gmeinde Altdorf wäre vom Wechsel des Wahlsystem zum «Pukelsheim» betroffen. Keystone

Der Urner Regierungsrat hat seinen Bericht zur Reform des Wahlsystems veröffentlicht. Er geht davon aus, dass der Kanton kaum am geltenden System festhalten könne, nachdem das Bundesgericht Beschwerden in mehreren Kantonen gutgeheissen hatte.

«Es ist unerlässlich, sich mit Alternativen auseinanderzusetzen», schreibt der Regierungsrat. Er schlägt dem Parlament vor, ein Mischsystem vertieft zu prüfen. Im Kanton Uri wählen die zwölf kleineren Gemeinden im Majorzsystem. In den acht grossen Gemeinden hingegen im Proporz.

Wahlsystem dürfte zu reden geben

Eine Änderung des Wahlsystem dürfte - wie auch in andere Kanton - zu reden geben und könnte auf Opposition stossen. Im Kanton Uri ist aktuell ein Vorstoss der SVP-Fraktion hängig. Dieser verlangt mit einer Standesinitiative die Änderung der Bundesverfassung, dass die Kantone in der Ausgestaltung ihrers Wahlrechts frei sind.