Luzerner Privatwälder Waldbesitzer sollen sich vermehrt zusammenschliessen

Um die Bewirtschaftung des Waldes zu verbessern, will der Kanton die regionalen Organisationen stärken. Der Regierungsrat will diesen neue Aufgaben übertragen.

Ein Mann läuft auf einem Waldweg, im Hintergrund ist der Pilatus zu sehen.

Bildlegende: Der Luzerner Wald ist heute auf 12'000 Waldeigentümer verteilt. Das erschwert eine einheitliche Bewirtschaftung. Keystone

Der Wald erstreckt sich im Kanton Luzern über eine Gesamtfläche von 41'000 Hektaren. Über 70 Prozent dieser Fläche gehört Privaten. Insgesamt gibt es 12'000 Eigentümer, die 30'000 Parzellen besitzen.

Diese Verstückelung erschwert die Bewirtschaftung des gesamten Waldes. Der Kanton setzt sich deswegen dafür ein, dass sich Eigentümer ohne eigenen Betrieb in regionalen Organisationen zusammenschliessen.

Vorteil der Zusammenschlüsse aufzeigen

Heute werden 80 Prozent der Waldfläche durch eine dieser Organisationen oder eine andere betriebliche Organisation (Betriebsgemeinschaften, Korporationen, Staat) bewirtschaftet.

Der Kanton Luzern möchte diese Zahl weiter erhöhen. Um Nichtmitglieder zu einem Beitritt zu motivieren, sei es unabdingbar, ihnen den Mehrwert aus einer RO-Mitgliedschaft aufzuzeigen, schreibt der Regierungsrat.

Mehraufwand wird kompensiert

Der Kanton entschädigte 2016 die betrieblichen Waldorganisationen mit 1,15 Millionen Franken. Durch den angestrebten höheren Organisationsgrad dürfte diese Entschädigung auf 1,3 oder 1,4 Millionen Franken zunehmen.

Da gleichzeitig beim Kanton rund 500'000 Franken durch Reorganisationen und Stellenabbau eingespart werden sollen, kann der Kanton den Mehraufwand kompensieren.