Walter Stierli hat sein Aktienpaket deponiert

Der Ehrenpräsident des FC Luzern besass 25 Prozent der FCL-Holding Aktien. Nachdem Stierli seit längerem angekündigt hat, dass er sich aus allen Führungsfunktionen des FCL zurückzieht, hat er jetzt auch seinen Aktien-Anteil abgegeben. Wer diesen übernimmt, ist noch unklar.

Walter Stierli an einem Spiel des FC Luzern.

Bildlegende: Walter Stierli will künftig keinen Einfluss mehr nehmen beim FCL und ist auch finanziell nicht mehr beteiligt. Keystone

Schon länger hat Walter Stierli angekündigt, dass er sich aus allen Führungspositionen beim FCL zurückziehen will. In der Konsequenz habe er deshalb jetzt auch sein Aktienpaket treuhänderisch deponiert, teilt der FCL am Donnerstag mit. Zusammen mit Bernhard Alpstäg besass Walter Stierli 51 Prozent der Aktien der FCL-Holding.

Alpstäg alleiniger Mehrheitsaktionär?

Stierli kann sich durchaus vorstellen, dass Alpstäg künftig seinen Anteil übernimmt und alleiniger Mehrheitsaktionär wird: «Schlussendlich geht es immer auch ums Geld beim Fussball, da ist man sicherlich offen», sagt Stierli gegenüber Radio SRF. Der Entscheid, was mit den Stierli-Aktien passiert, liege aber beim Verwaltungsrat. Dort will man vorerst nichts dazu sagen. FCL-Holding Verwaltungsratspräsident Marco Sieber sagt: «Jetzt geht es zuerst um das sportliche Wohl des FC Luzern, erst danach werden wir schauen, was mit diesen Aktien passiert.»

Stierli will sich nicht mehr exponieren

Walter Stierli selber ist froh, künftig nicht mehr in der Verantwortung zu stehen. Und so will er auch nicht die graue Eminenz im Hintergrund sein: «Einfluss nehmen möchte ich nicht mehr, es gehört zur Entwicklung eine Fussball-Vereins, dass es ein Kommen und Gehen ist», sagt der Ehrenpräsident. Er habe jetzt das Gefühl, es lange und er wolle sich nicht mehr exponieren. «Häufig wurde meine Person in den Vordergrund gestellt, auch wenn ich mit der ganzen Sache nicht mehr viel zu tun hatte», bilanziert Stierli. Das müsse er jetzt definitiv nicht mehr haben.