Widerstand gegen Hochwasserstollen am Lauerzersee

Die Schwyzer Regierung will am Lauerzersee einen 700 Meter langen Stollen realisieren. Damit soll die Gefahr eines Hochwassers gesenkt werden. Die zuständige Kommission des Kantonsrats wehrt sich nun aber gegen den Verpflichtungskredit von 800‘000 Franken.

Lauerzersee mit den beiden Mythen

Bildlegende: Die Schwyzer Regierung will den Pegel des Lauerzersees mit einem Stollen besser regulieren. zvg

Die Kommission zweifle mehrheitlich an der Umsetzbarkeit, am Nutzen sowie den Kosten eines Stollens, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei. Eine Minderheit der Kommission vertritt die Meinung, dass mit dem nun vorliegenden Kredit endlich Grundlagen für eine definitive Erarbeitung des Stollens erstellt werden sollen.

Die schwierige Situation während den ausserordentlichen Hochwasserereignissen am Lauerzersee gibt im Kanton Schwyz schon länger zu reden. Dabei wurden auch immer wieder Massnahmen zur Eindämmung der Schäden gefordert. Die Regierung will nun einen rund 700 Meter langen Stollen bauen – vom Seeausfluss durch den Urmiberg bis zum Dorfausgang von Unterseewen. Bei drohendem Hochwasser sollte der Abfluss des Lauerzersees vergrössert und der Seepegel gesenkt werden können.

In einem nächsten Schritt sollen nun ein Bauprojekt, ein Wehrreglement und ein Umweltverträglichkeitsbericht erstellt werden.