Widerstand gegen Sperrung der Bahnstrecke am Zugersee

Mehrere Zuger Parlamentarier wollen verhindern, dass ab 2016 die Bahnverbindung entlang des Zugersees für zwei Jahre gesperrt wird. Die Folgen für den landesweiten Zugsverkehr und die Zugerinnen und Zuger würden schöngeredet, argumentieren sie.

Grafik des Bahnprojekts am Zugersee

Bildlegende: So sieht das Bahnprojekt rund um den Zugersee aus. ZVG

Ende 2016 ist es soweit: Der Gotthard-Basistunnel wird eröffnet.
Er soll die Reisezeit in den Süden um 40 Minuten verkürzen. In den
ersten zwei Jahren werden die Passagiere, die von Zürich her kommen,
von dieser Einsparung jedoch nicht viel merken. Statt 40 Minuten
werden sie nur deren 20 einsparen.

Den Rest der Zeit verbringen sie auf einem Umweg nach Rotkreuz
(ZG), wo der Zug in einer Spitzkehre die Richtung wechselt und erst
dann Richtung Süden weiterfährt. Grund für den Umweg sind
Bauarbeiten am Ost-Ufer des Zugersees, die nach der Eröffnung des
Basistunnels gestartet werden.

SVP und Grüne protestieren gemeinsam

Die Arbeiten sind so umfassend, dass es nach Ansicht der SBB am besten ist, die Neat-Zuliefer-Strecke während zwei Jahren komplett stillzulegen. Zuger Kantonsräte protestieren jedoch dagegen, so etwa Martin Stuber von den Grünen und SVP-Parlamentarier Philip Brunner. «Die Strecke soll saniert werden, während dem der Zugbetrieb läuft», forderte Stuber am Freitag.

Der Ausbau der Zugersee-Strecke wird voraussichtlich im Juni
Thema im Zuger Kantonsrat. Damit die SBB den Doppelspur-Abschnitt
bauen kann, muss das Parlament eine Richtplanänderung absegnen.