Zentralschweizer Kantonalbanken nehmen am US-Steuerprogramm teil

Nach der Zuger Kantonalbank haben vier weitere Zentralschweizer Kantonalbanken ihre Teilnahme am US-Steuerprogramm mitgeteilt. Die Kantonalbanken von Zug, Luzern und Nidwalden werden sich in der Kategorie 2 einteilen, die Schwyzer und die Urner Kantonalbank in die Kategorie 4.

Eingang einer Bank

Bildlegende: Die Luzerner Kantonalbank kann nicht ausschliessen, dass sich Steuersünder unter den Kunden befinden. Keystone

Den Entscheid für die Einteilung in die Kategorie 2 begründen alle drei Banken mit ähnlichen Argumenten: Sie können nicht ausschliessen, dass sich einzelne Steuersünder unter den Kunden befinden.

Zwar waren US-Personen nie die Zielmarke der Kantonalbanken, doch einzelne Regionen sind international ausgerichtet, darum befinden sich unter den Kunden nebst Doppelbürgern auch in der Schweiz wohnhafte Amerikaner oder in den USA lebende Schweizer.

Zudem wollen die Banken den Empfehlungen der Finanzmarktaufsicht Finma nachkommen, welche im Zweifelsfall die Kategorie 2 empfohlen hat.

Schwyzer, Urner und Obwaldner Kantonalbank streben Kategorie 4 an

Die Schwyzer Kantonalbank (SZKB) nimmt ebenfalls am US-Programm teil, wird aber eine Einteilung in Kategorie 4 beantragen. Das grenzüberschreitende Finanzdienstleistungsgeschäft mit dem Ausland habe eine stark untergeordnete, das US-Geschäft eine noch geringere Bedeutung, schreibt die SZKB in einer Mitteilung.

Die Urner Kantonalbank strebt ebenfalls eine Einteilung in die Kategorie 4 an. Die Obwaldner Kantonalbank will voraussichtlich ebenfalls in der Kategorie 4 am Steuerprogramm teilnehmen, wie es auf Anfrage des «Regionaljournals Zentralschweiz» heisst.