Zug will Hooligans den Riegel schieben

Hooligans sollen auch im Kanton Zug besser erkannt und am Besuch von Sportanlässen gehindert werden. Eine hauchdünne Mehrheit des Zuger Kantonsrats begrüsst in erster Lesung die Verschärfung des Hooligankonkordats.

Friedliche Fans sollen die Stimmung an Spielen des EV Zug geniessen können - wie auf diesem Bild.

Bildlegende: Friedliche Fans sollen die Stimmung an Spielen des EV Zug geniessen können - wie auf diesem Bild. zvg

Der Entscheid fiel mit einer hauchdünnen Mehrheit von nur einer Stimme. Er ist aber noch nicht definitiv. Anders als in anderen Kantonen gibt es im Kanton Zug zum
Konkordats-Beitritt am 21.März eine zweite Lesung. 
 
 Gegen das verschärfte Konkordat stimmten die Parteien links und rechts der Mitte. Aber auch die Mitteparteien waren nicht geschlossen dafür.  Viele Gegner betonten während der Debatte, dass der Kanton Zug in Zusammenarbeit mit dem EV Zug ein gutes Beispiel dafür sei, wie man ohne Bevormundung Probleme mit Fans in
den Griff bekommen könne. In der Bossard-Arena werden seit längerem
die Ausweise der Gäste-Fans kontrolliert.
 

Verzögerungen in Luzern

 Zug ist nicht der einzige Zentralschweizer Kanton, in dem das Regelwerk umstritten ist. In Luzern werden die Regeln vorläufig nicht angewendet, weil vor Bundesgericht eine Klage dagegen hängig ist.

Bei der Verschärfung braucht es für Spiele in der obersten Liga eine behördliche Bewilligung. Umstritten sind aber vor allem die Kontrollen. So sind bei konkretem Verdacht Leibesvisitationen unter den Kleidern möglich.