Zug zahlt überdurchschnittlich viel für Polizisten und Lehrer

Wenn weniger Delikte ausgeübt werden und sich die Menschen sicher fühlen, hat das seinen Preis. So erklärt der Zuger Sicherheitsdirektor Beat Villiger die Ergebnisse einer Studie, die die Ausgaben des Kantons unter die Lupe genommen und höhere Kosten in Zug für Polizei und Bildung ausgewiesen hat.

Zwei Zuger Polizisten auf dem Landsgemeindeplatz in Zug.

Bildlegende: Höhere Sicherheit durch mehr Polizeipräsenz hat seinen Preis. zvg

Der Kanton Zug schreibt rote Zahlen und will 100 Millionen Franken sparen. Deshalb gab er eine Studie in Auftrag, die die Finanzen des Kantons röntgen soll. Die Analyse von Bak Basel kommt zum Schluss, dass Zug grundsätzlich höhere Kosten ausweist als die Vergleichskantone.

Insbesondere die Personalkosten bei Bildung und Polizei seien besonders hoch. «Damit sind aber auch besondere Leistungen verbunden», interpretiert der Zuger Sicherheitsdirektor und Landammann Beat Villiger dieses Ergebnis. «Die Studie rechnet nicht, welche Leistungen mit den Mehrkosten verbunden sind, das ist insbesondere bei der Polizei ein wichtiger Punkt».

Die Zuger Regierung will im September die Ergebnisse der Studie genau prüfen und daraus das konkrete Sparpotenzial herauskristallisieren. Keinen Einfluss haben wird die Analyse auf das Budget des kommenden Jahres, dieses steht bereits in den Grundzügen. Als Sparmassnahme habe die Regierung aber beschlossen, keine weiteren Personalstellen zu bewilligen.

(Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr)