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Zwangsprostitution Macht die Luzerner Polizei zu wenig gegen Frauenhandel?

Zwei Prostituierte stehen nachts an einem Strassenrand in einem Industriequartier.
Legende: In diesem Jahr wurde bis September nur ein Fall von Menschenhandel im Kanton aufgedeckt - 2014 waren es zwölf Fälle. Keystone

Aus Fachkreisen wird bemängelt dass die Luzerner Polizei und die Staatsanwaltschaft mangels Ressourcen die Bekämpfung von Menschenhandel suksessive abgebaut hätten. Seit über einem Jahr seien keine Kontrollen und Ermittlungen mehr im Sexmilieu durchgeführt worden.

Nur ein Fall in diesem Jahr

Gemäss der schweizweit tätigen Fachstelle für Frauenhandel und Frauenmigration (FIZ) wurde in diesem Jahr lediglich ein Fall gemeldet, 2014 waren es noch zwölf Fälle gewesen. Dies obwohl der Frauennhandel im Sex-Milieu in dieser Zeit eher zugenommen habe, wie die FIZ vermutet.

Die SP-Kantonsrätin Ylfete Fanaj fordert deshalb in einem dringlichen Postulat die Regierung auf, die Stellen bei der Kriminalpolizei im Bereich Sexualdelikte sofort um zwei Stellen aufzustocken. Bereits 2014 wurde in einem Planungsbericht eine Aufstockung der Ressourcen bei der Luzerner Polizei gefordert.

Gemäss Übereinkommen mit dem Europarat ist die Schweiz verpflichtet alle Formen von Menschenhandel zu verhüten und zu bekämpfen. Für die Ermittlungen und die Verfolgung der Täter sind die Kantone zuständig.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Christoph Lorenz Aeberhard (Kuli)
    Männer dieser psychischen Belastung wieder stehen die andere Seite interessiert dass herzlichst wenig so ist die Geschichte !
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  • Kommentar von Hanspeter Müller (HPMüller)
    Typische Doppelmoral der SVP. Wenn die Frauen legal auf der Strasse stehen und deshalb sichtbar sind, kommt ein Antrag nach dem Anderen von der SVP im Parlament um sie zu vertreiben. Wenn Frauen illegal in die Schweiz importiert werden und zur Prostitution gezwungen werden ignoriert man das elegant und der SVP Polizeidirektor spart die entsprechenden Stellen ein um mit der schlanken Polizei im schlanken Staat die Steuergeschenke an Firmen und Reiche zu finanzieren.
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  • Kommentar von Ivo Muri (Ivo Muri)
    Es wurde als rückständig bezeichnet, wer sich für staatliche Betriebe eingesetzt hat. Jetzt ist vieles privatisiert. Die Personenfreizügigkeit wurde eingeführt. Nun muss sich der Staat vermehrt mit dem Sexgewerbe befassen. Ein ursprünglich rein privates Geschäft wurde über Verrichtungsboxen und Strassenstrich schleichend verstaatlicht. Und nun soll die Polizei die Stecknadeln im Heuhaufen suchen, mit staatlichem Geld die Prostituierten beschützen, die ohne Personenfreizügigkeit sicherer waren.
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