12'000 Hobby-Sänger und Profis am Kirchenklangfest «Cantars»

Das Kirchenklangfest «Cantars» kommt am Samstag nach Zürich. 12 Stunden lang singen verschiedene Chöre in der Augustinerkirche und im Sankt Peter. Darunter der Zürcher Synagogenchor, ein Chor mit ganz besonderen Regeln.

Männer des Synagogenchors beim Singen

Bildlegende: Der Synagogenchor bei einem Auftritt in Genf ZVG

«Es ist ein spezieller Chor», sagt Robert Braunschweig, Chorleiter des Zürcher Synagogenchors. «Viele Mitglieder haben nichts am Hut mit Religion.Trotzdem wollen sie sich in einem jüdischen Männerclub einbringen.» Bei den Proben sei es immer sehr lustig. Die Melodien sind einfach, aber die Harmonien sind ungewohnt: Weil es in der Synagoge keine Orgeln gibt, singen die Mitglieder des Zürcher Synagogenchors a capella.

Brücken schlagen

Der Synagogenchor ist einer von vielen Chören, der am grossen, nationalen Kirchenklangfest «Cantars» auftritt. In der Augustinerkricher und im Sankt Peter singen ganz verschiedene Kirchenchorgruppierungen. Das ergibt einen Brückenschlag über verschiedene Religionen und Musikstile. Morgen singen diese ganz unterschiedlichen Chöre in Zürich, am 2. Mai in Schaffhausen. Das Singfest mit Laien und Profis findet in 13 Kantonen statt, geplant sind 440 Versanstaltungen.

(hugk; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)

Programm Cantars