45 Prozent mehr Lohn: BVK rechtfertigt Erhöhung für den Chef

Die Lohnerhöhung sei ein «sorgfältig abgewogener Entscheid» und das «Resultat einer breiten und umfassenden Diskussion», schreibt der BVK-Stiftungsrat. Das neue Gehalt liege zwar um knapp 45 Prozent höher als bisher, sei aber weiterhin am «unteren Rand» im Vergleich mit anderen Pensionskassen-Chefs.

BVK-Geschäftsführer Thomas Schönbächler zeigt mit den Händen eine unbestimmte Grösse an.

Bildlegende: So gross wird der Zahltag: BVK-Geschäftsführer Thomas Schönbächler erhält 45 Prozent mehr Lohn. Keystone

Der Stiftungsrat der BVK habe im Hinblick auf die Verselbstständigung der Pensionskasse auch die Vergütung des Geschäftsführers angepasst, heisst es in der Mitteilung des Gremiums. In seiner Stellungnahme bestätigt der Stiftungsrat, dass der bisherige und neue Chef der BVK, Thomas Schönbächler, in Zukunft knapp 45 Prozent mehr Lohn erhalten werde. Mit 380'000 Franken liegt dieser sogar über demjenigen eines Regierungsrates.

Stiftungsratspräsident Bruno Zanella sagt im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen», der bisherige und neue Chef Thomas Schönbächler habe eine grosse Verantwortung und mache seinen Job vor allem sehr gut. Dafür sei der Lohn angemessen. Die Gefahr, dass andere Pensionskassen Thomas Schönbächler abgeworben hätten, wäre ohne Lohnerhöhung sehr gross gewesen.

Man habe diesen Entscheid sehr sorgfältig abgewogen, auch im Wissen darum, dass Managerlöhne ein heisses Eisen seien. So habe man eine unabhängige Salärerhebungsfirma damit beauftragt, einen Quervergleich anzustellen. Der neue Lohn des BVK-Geschäftsführers liege trotz 45prozentiger Erhöhung immer noch «am unteren Rand der festgestellten Bandbreiten».

Auch Arbeitnehmer für Lohnerhöhung

Die Abstimmung über die Lohnerhöhung sei zwar geheim erfolgt, sagt Stiftungsratspräsident Bruno Zanella. Es habe aber eine klare Mehrheit dafür gegeben. Damit ist klar: Im paritätisch zusammengesetzten Stiftungsrat haben auch verschiedene Arbeitnehmervertreter für den höheren Lohn des BVK-Chefs gestimmt.

Vizepräsidentin und Gewerkschafterin Lilo Lätzsch bestätigt dies. Ihr sei es wichtig, dass der Pensionskassen-Chef einen Fixlohn erhalten, ohne Bohni. So sei sicher, dass es keine falschen Anreize gebe.