Abklärung von neuen Modellen für Untersuchungshaft

Die Zürcher Justizdirektion überprüft die Haftbedingungen in den Untersuchungsgefängnissen. Im Fokus stehen vor allem auch Menschen, die psychisch schwer belastet sind. Abgeklärt wird die Idee, ob es eine Zwischenlösung braucht zwischen Untersuchungshaft und Psychiatrie.

Die tragische Wende im Fall Flaach hat die Diskussion rund um die Haftbedingungen in den Zürcher Untersuchungsgefängnissen an die Öffentlichkeit gebracht. Mit dem Tod der Mutter, die ihre Kinder umgebracht haben soll, hat sich die Zahl der Suizide in Zürcher Gefängnissen seit anfangs Jahr auf fünf erhöht, vier davon während der Untersuchungshaft.

Neue Ansätze für psychisch belastete Menschen in U-Haft

Die Haftbedingungen in den Zürcher Untersuchungsgefängnissen gelten als streng. Die Zürcher Justizdirektorin Jacqueline Fehr hat deshalb bereits vor dem jüngsten Fall den Auftrag gegeben, die Haftbedingungen zu überprüfen.

Mit dem Fall Flaach richtet sich der Fokus vor allem auch auf psychisch stark belastete Menschen in Untersuchungshaft. Das Amt für Justizvollzug soll auch abklären, ob es eine Zwischenlösung braucht: eine Möglichkeit zur Unterbringung zwischen Untersuchungshaft und Psychiatrie. Es soll ebenfalls abgeklärt werden, wie ein solches Modell konkret aussehen könnte.

(Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)