Flugplatz Dübendorf Alternatives Konzept: Die Gemeinden können damit nicht landen

Fallschirmspringer

Bildlegende: Nicht repräsentativ: Auf dem Flugplatz Dübendorf sollen vor allem Geschäftsflieger starten und landen. Keystone

Bereits 2014 hat der Bund beschlossen, dass ein Teil des Dübendorfer Flugplatzes für die zivile Fliegerei, für Businessflüge und das Militär genutzt werden soll. Nun bestätigt er seine Pläne aufs Neue. «Vor allem der Geschäftsreiseverkehr soll vom Zürich Flughafen ausgelagert werden und diesen entlasten», bestätigt BAZL-Sprecherin Nicole Räz.

Den Gegenvorschlag der Gemeinden Dübendorf, Volketswil und Wangen-Brüttisellen lehnt der Bund ab. Dieser würde wichtige Anforderungen des Bundes nicht erfüllen, heisst es in einem Schreiben des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL). Ausserdem sei die Finanzierung unsicher, sagt Sprecherin Nicole Räz.

«  Wir sprechen von einer Deckungslücke von 50 Millionen Franken. »

Nicole Räz
Sprecherin BAZL

Die Gemeinden hatten verlangt, dass auf die Verlegung von Businessflügen vom Flughafen Zürich zum Flugplatz Dübendorf verzichtet wird. Weiter forderten sie eine Beschränkung auf maximal 20'000 Flüge pro Jahr.

Die Gemeinden reagieren enttäuscht. «Der Entscheid heisst, dass unser Konzept nicht weiterverfolgt wird. Das bedauern wir sehr», sagt Marlis Dürst, Gemeindepräsidentin von Wangen-Brüttisellen. Bruno Walliser, Gemeindepräsident von Volketswil gibt sich kämpferisch:

«  Jetzt ist klar: Wir müssen die Fronten wechseln. »

Bruno Walliser
Gemeindepräsident Volketswil

Der Bund habe ihren Kompromiss ausgeschlagen, deshalb müssten die Gemeinden jetzt die Fronten wechseln, sagt Walliser. Konkret heisst das: Die Flüge sollen weder frühmorgens noch spät am Abend stattfinden. Dafür wollen sich die Gemeinden im SIL-Koordinations-Verfahren einsetzen.