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Aufnahme ins Gymnasium Jetzt zählt auch das Verhalten der Schülerinnen und Schüler

Für den Sprung ins Kurzgymnasium sollen neue einheitliche Regeln gelten.

  • Die Vornoten von Sek A-Schülern sollen wieder berücksichtigt werden. Für Sek-B- und C-Schüler werden die Vornoten weiterhin nicht mitgezählt.
  • Sek-B- und C-Schüler werden nur noch zur Prüfung zugelassen, wenn sie ein Empfehlungsschreiben ihres Sekundarlehrers vorlegen können.
  • Die Aufnahmeprüfung im Französisch entfällt und der Zeugniseintrag «Arbeits- und Lernverhalten» soll ebenfalls berücksichtigt werden.
  • Die Aufnahme ins Kurzgymnasium haben die Sekschülerinnen und -schüler mit einem Notenschnitt von 4,75 geschafft. Ohne Vornoten muss eine 4 erreicht werden.
Schülerin lernt an einem Schreibtisch für die Aufnahme ins Gymnasium
Legende: Für die Aufnahme ins Kurzzeitgymnasium soll in Zukunft die Note «Arbeits- und Lernverhalten» berücksichtigt werden. Keystone

Das sind die Gründe:

Die Vornoten sollen den Sek-A-Schülern ermöglichen, den Sprung ins Gymi auch an einem schlechten Prüfungstag zu schaffen. Mit der Berücksichtigung der Verhaltensnote wollen die Gymnasien gleichzeit Anhaltspunkte erhalten, ob Sek-Schülerinnen und Sek-Schüler genügend leistungsbereit sind.

Die Reaktionen:

Konrad Zollinger, der Vizepräsident der Schulleiter-Konferenz der Mittelschulen und Rektor des Gymnasiums Hohe Promenade, begrüsst den Vorschlag des Kantons. Er rechne aber mit kritischen Stimmen zum Entscheid, auf die Französischprüfung zu verzichten.

Kaspar Vogel vom Verband der Sekundarlehrer ist ebenfalls zufrieden. Zu reden gebe vor allem die Berücksichtigung des «Arbeits- und Lernverhaltens». Er persönlich begrüsse diesen Entscheid: «Das Verhalten der Schüler ist enorm wichtig für die angehenden Mittelschüler.»

So geht's weiter:

Die Vorschläge der Bildungsdirektion gehen nun in die Vernehmlassung. Das neue Modell soll dann ab dem Schuljahr 2019/20 gelten.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Wir sollten nicht denselben Fehler wie die Deutschen machen, welche über Jahre auf Akademisierung gesetzt haben & ihnen jetzt deshalb viele Azubis in handwerklichen Berufen fehlen, weil alle studieren wollen. Folge davon sind jetzt über 100-tausend offene Lehrstellen & viele Betriebe suchen händeringend nach Auszubildenden.
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  • Kommentar von Nina Taranto (Nina Taranto)
    Die Noten für Verhalten sind viel zu subiektiv. Das gibt Lehrern viel zu viel Macht über Schüler. Die Kinder werden heute weniger Autoritär erzogen. Sie haben somit weniger Angst und sagen ehrlich was sie denken. So manches ältere Semester kann damit nicht umgehen; und glaubt, es werde nicht respektiert, wenn es unbequemes mitgeteilt bekommt. Dann missbraucht es seine Macht!
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  • Kommentar von Jürg Brauchli (Rondra)
    Wenn "Verhalten" auch Höflichkeit, Anstand, Benehmen u. Respekt beinhaltet... Dann wärs eine gute Idee.
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