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Aus Notunterkunft verschwunden Vermisstes Flüchtlingsmädchen befindet sich in Deutschland

  • Die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich gibt bekannt, dass sich das elfjährige Mädchen aus Tadschikistan in Deutschland befindet.
  • Die Eltern des Mädchens hätten selbständig die Schweiz verlassen und am Dienstagabend zusammen mit dem Mädchen in Bremen um Asyl ersucht.
  • Der Fall erregte Aufsehen, weil das Mädchen kurz vor seiner Ausschaffung aus der Notunterkunft in Adliswil verschwand.
  • Flüchtlingsorganisationen und die Anwältin der Familie machten die Behörden mitschuldig am Verschwinden der Elfjährigen.

Die Mitteilung der Zürcher Sicherheitsdirektion ist kurz: Das verschwundene Mädchen befinde sich in Deutschland, heisst es darin. Wie das Mädchen wieder zu seinen Eltern gefunden hat, sei unklar. Das Mädchen dürfte sich aber schon länger bei Verwandten in Deutschland aufgehalten haben.

Tauchte das Mädchen unter oder haute es einfach ab?

Offen ist, ob das Mädchen auf eigene Faust aus der Notunterkunft in Adliswil abgehauen ist oder ob jemand ihm dabei geholfen hat. Gemäss der Zürcher Sicherheitsdirektion habe die Mutter des Mädchens dazu wiederholt widersprüchliche Aussagen gemacht. Die Mutter dagegen hatte in verschiedenen Medienberichten stets versichert, sie wisse nicht, wo ihre Tochter sei.

Die Anwältin der Familie will sich auf Anfrage des «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» von Radio SRF nicht zur neusten Entwicklung äussern. Sie wiederholte aber ihre grundsätzliche Kritik, dass die Zürcher Behörden bei Ausschaffungen zu wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse der Kinder nehme. So musste die Elfjährige aus Tadschikistan beispielsweise mitansehen, wie Polizisten ihren Vater am frühen Morgen aus der Notunterkunft Adliswil abgführten, um ihn in Ausschaffungshaft zu setzen.

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