«Bei den Exekutivwahlen müssen wir noch besser werden»

Vor zehn Jahren ist in Zürich aus der Aufspaltung der Grünen die grünliberale Partei entstanden - eine Trennung im Streit. Inzwischen hat sich die GLP etabliert - in den Exekutivwahlen konnte sie bis anhin aber noch keinen Erfolg verbuchen. Parteipräsident Thomas Maier blickt zurück und nach vorne.

Seit der ersten Stunde ist er mit an Bord: Thomas Maier, Nationalrat und Präsident der Zürcher Grünliberalen. Die Drähte seien heiss gelaufen, damals im Juni 2004, erzählt Maier im Interview mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen», als sich ein paar Leute zusammen taten und die grünliberale Partei gründeten. Alle hätten die gesamte Freizeit in den Aufbau der GLP investiert. Der Einsatz hat sich gelohnt, ist Maier der Meinung: «Der Erfolg gibt uns recht».

So ist es. In den letzten zehn Jahren hat sich die GLP nicht nur kantonal zur viert grössten Partei gemausert, auch national ist sie seit 2011 mit zwölf Leuten im Nationalrat vertreten und konnte somit eine eigene Fraktion bilden.

Dünne Personaldecke

Das schnelle Wachstum hat aber auch seine Kehrseite. Der Nachwuchs fehlt. Oder wie es Thomas Maier sagt: «Wir müssen unseren Jung noch Zeit geben, das Politbusiness kennenzulernen». Dies ist auch mit ein Grund, weshalb die GLP auf eine Regierungsratskandidatur für die Wahlen 2015 verzichtet. Die Zürcher und Winterthurer Stadtratswahlen hätten es gezeigt, dass bei Exekutivwahlen die GLP noch Nachholbedarf hat, so Maier.