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Zürich Schaffhausen Besetzung der Roten Fabrik beendet

Nach einer Woche sind Aktivisten und Flüchtlinge wieder aus der Roten Fabrik abgezogen. Rund hundert Personen hielten den Clubraum der Roten Fabrik in Zürich-Wollishofen besetzt. Zum friedlichen Ende der Besetzung hat auch ein Imam beigetragen.

Zwei Gebäude mit Ziegeldächern, aus einem ragt ein Kamin. Im Hintergrund der Zürichsee.
Legende: Ein Ort der Diskussion, aber nicht für eine «dauerhafte Niederlassung»: die Rote Fabrik in Wollishofen. Keystone

Die Besetzer seien gegangen, wie sie gekommen sind: wortlos. Das sagt Katharina Prelicz-Huber vom Vorstand der IG Rote Fabrik, und es schwingt etwas Ratlosigkeit in ihrer Stimme.

Täglich hätte die Rote Fabrik das Gespräch gesucht mit den Flüchtlingen und den Aktivisten, doch diese hätten sich im Clubraum eingeschlossen: «Wir wussten bis zum Ende nicht, was ihre Forderungen sind», so Prelicz-Huber.

Gerne hätte die Rote Fabrik die Anliegen aufgenommen. Schliesslich sei die Rote Fabrik durchaus der richtige Platz, um Themen wie die Lage der Flüchtlinge in Zürich zu besprechen. Allerdings sei das Kulturzentrum kein Ort für einen dauerhaften Aufenthalt.

Vermittlung durch Imam

Dass die Besetzung nach einer Woche ein friedliches Ende genommen habe, sei unter anderem einem Imam zu verdanken, der vermittelt habe. Etwas Ermutigendes, das nach dieser Woche bleibe, findet Katharina Prelicz-Huber: «Es war positiv zu sehen, dass ein Imam so spontan vorbeikommt und den Leuten erklärt, wie man sie unterstützen kann und was nicht in ihren Interessen liegt.»

Wohin die rund hundert Flüchtlinge gezogen sind, bleibt wie vieles bei dieser Besetzung im Dunkeln. Der Betrieb im Clubraum der Roten Fabrik geht nun wie gewohnt weiter.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    „Wohin die rund hundert Flüchtlinge gezogen sind, bleibt wie vieles bei dieser Besetzung im Dunkeln“ – Scheinbar ist das ein Kavaliersdelikt. Sie dürfen tun und lassen, was sie wollen. Wenn ein Schweizer Bürger abtaucht und sich vor den Behörden versteckt, ist er bald zur Fahndung ausgeschrieben… Empörend, welche Rechtsungleichheiten man hier „im Namen der Menschlichkeit“ duldet!
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