Binz-Demo: «Schaden höher als erwartet»

Bei den Ausschreitungen in Zürich in der Nacht auf den 3. März sind Sachschäden von etwa einer Million Franken entstanden. Es seien bis Mitte März 217 Anzeigen eingegangen, teilte die Stadtpolizei mit. Wegen der Angriffe auf Polizisten hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren eingeleitet.

Beschädigter Bankomat nach den Ausschreitungen am 2./3. März.

Bildlegende: Beschädigter Bancomat nach den Ausschreitungen am 2./3. März. Keystone

«Die Schäden sind höher ausgefallen als erwartet», sagt Polizeisprecher Marco Cortesi. Während des unbewilligten, dreistündigen Demonstrationszugs durch die Stadtkreise 3 und 4, der beim besetzten Binzareal startete, wurden Hausfassaden verschmiert, Scheiben eingeschlagen, Geschäfte geplündert und Autos und Container in Brand gesteckt. Bei den Plünderungen in drei Läden wurden Waren im Wert von rund 75'000 Franken gestohlen. «So hohe Schäden haben wir in Zürich in den letzten Jahren nie mehr gesehen», so Cortesi weiter.

Strafverfahren wegen Gewalt an Polizisten

Gegen einige Demonstranten, die sich gegenüber der Polizei «sehr aggressiv» verhalten haben, hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren eingeleitet, wegen «versuchter schwerer Körperverletzung».  Bisher seien jedoch keine Tatverdächtigen verhaftet worden.

Auch bei der Razzia am 5. März auf dem Binzareal hatte die Polizei keine Hinweise gefunden, die einen direkten Bezug zu den Ausschreitungen hatten.