Comics zeichnen bis zum Umfallen

Zum 6. Mal findet «24 Stunden Comics» in Winterthur statt. Das Prinzip gleicht dabei einem Marathon: Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeichnen in 24 Stunden einen 24-seitigen Comic.

Es gilt, eine Geschichte zu erfinden, zu entwerfen und diese zu zeichnen. Egal, auf welchem Material und in welchem Stil, ob mit Tusche oder auf einem Tablet: Am Samstag um 12 Uhr fällt der Startschuss – 24 Stunden später, am Sonntag um 12 Uhr, muss ein fertiger Comic da liegen, erzählt auf 24 Seiten.

«24 Stunden Comics» findet bereits zum 6. Mal in Winterthur statt. Die Veranstaltung ist seit den letzten Jahren immer ausgebucht. Das heisst, auch in diesem Jahr brüten 60 Personen in der Alten Kaserne über ihren Werken.

«Ein bunter Mix» von Teilnehmenden mache bei diesem zeichnerischen Marathon mit, erklärt Giella Rossi gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Der Frauen- und Männeranteil ist ausgeglichen, Profis und Laien zeichnen ihre Finger wund und von Jung bis Alt ist alles vertreten.

Am Sonntag: Comics frisch ab dem Zeichentisch

Besucherinnen und Besucher sind an diesem Comic-Marathon willkommen und können rund um die Uhr sehen, wie die Comics entstehen. Zudem liegen die Comics der vergangenen «24 Stunden Comics»-Veranstaltungen auf, in denen man schmökern kann. Und ab Sonntagmorgen liegen dann, frisch ab dem Zeichentisch, die neuen 24-seitigen Comics aus.

Der Anlass, 24 Stunden lang Comics zu zeichnen, findet unter dem Namen «24 Hours Comics Day» weltweit jedes Jahr im Oktober statt. Der Ursprung liegt in den USA: Der amerikanische Comiczeichner Scott McCloud setzte sich 1990 dem Versuch aus, in 24 Stunden einen Comic zu zeichnen. Damit legte er mit einem Kollegen den Grundstein für den weltweiten Anlass.