Cytos schrammt am Konkurs vorbei

Die Zürcher Biotechfirma kämpft seit längerem mit Problemen. Die Gläubigerversammlung hat nun mit grosser Mehrheit der Umwandlung von Wandelanleihen in Aktien zugestimmt. Damit ist der drohende Konkurs vorerst vom Tisch.

Labor: Frau mit Pipette.

Bildlegende: Der einstige ETH-Spin-off hatte keinen Erfolg mit seinem Asthma-Medikament. Keystone

Es war eine schicksalhafte Versammlung für das Zürcher Biotechunternehmen. Doch stimmte eine grosse Mehrheit der Gläubiger einer Umwandlung von Wandelanleihen in Aktien zu. Cytos muss also nichts zurückzahlen. Das hätte zum Konkurs geführt.

1995 wurde Cytos als ETH-Spin-off gegründet. Danach folgte ein kometenhafter Aufstieg. Im Mai 2014 musste Cytos seine operative Tätigkeit jedoch massiv herunterfahren. Dies, weil die Wirksamkeit eines Asthmamedikaments nicht nachgewiesen werden konnte.

Cytos wird nicht auferstehen

Seither ist die Firma am Strampeln. Dank den Gläubigern hat Cytos nun noch genügend Kapital, um einen Käufer oder Lizenznehmer für seine Forschungsplattform zu finden. Die Firma selber wird nicht mehr aktiv, bestenfalls bleibt noch ihr Name bestehen.

Branchenspezialisten sagen, solche Entwicklungen seien ein häufiges Schicksal von Hochschul-Spin-offs im Biotechbereich, weil sich die teuren Labortests in der Klinik oft nicht bestätigten.