«Das ist ein starkes Zeichen für den Finanzplatz Zürich»

Zum ersten Mal eröffnet eine chinesische Bank eine Filiale in Zürich. Mit der China Construction Bank (CCB) soll Zürich zu einer europäischen Drehscheibe für den Handel mit der chinesischen Währung werden. Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh sieht den Zuzug als grossen Gewinn.

Chinesische Delegation mit Thomas Jordan und Carmen Walker Späh

Bildlegende: Ein symbolischer Startschuss für die erste chinesische Bank in Zürich. Rainer Wolfsberger Fotografie

Am 14. Januar feierte die China Construction Bank (CCB) ihre Eröffnung - begleitet unter anderem von Nationalbankpräsident Thomas Jordan und der Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh. «Das ist ein starkes Zeichen, vor allem für den Finanzplatz Zürich», sagt Walker Späh gegenüber dem «Regionaljournal».

Ein gutes Zeichen sei es aber auch für die Exportwirtschaft: «Exportunternahmen haben nun quasi einen direkten Zugang zum chinesischen Markt.» Bis jetzt hätte man Geschäfte mit China zuerst in Dollar tätigen müssen, jetzt könne der Schweizer Franken direkt in die chinesische Währung Renminbi gewechselt werden. «Das ist vor allem eine Vereinfachung des Systems für den Unternehmer.»

Ein langer, diplomatischer Weg

Seit Jahren hatte sich der Kanton Zürich darum bemüht, eine chinesische Bank nach Zürich zu holen. Dass es nun geklappt hat, liege unter anderem daran, dass Zürich einen starken Finanzplatz habe: «Die Bank trifft auf ein Umfeld, in dem einerseits Wettbewerb herrscht, andererseits wird sie auch begrüsst», so Carmen Walker Späh.

Bei einer chinesischen Bank soll es nicht bleiben: Weitere Gespräche, heisst es, seien am Laufen.