Der Kanton Zürich bleibt die «Milchkuh» der Nation

Knapp 50 Millionen Franken mehr muss der Kanton Zürich im kommenden Jahr in den eidgenössischen Finanzausgleich zahlen: Rund 417 Millionen Franken. Der Kanton Schaffhausen muss zwei Millionen Franken weniger zahlen.

Die Zürcher Finanzdirektorin Ursula Gut.

Bildlegende: Die Zürcher Finanzdirektorin Ursula Gut: Not amused, aber auch nicht überrascht über die Nachricht aus Bern. Keystone

Der Bund hat ausgerechnet, welcher Kanton nächstes Jahr wieviel in den Finanzausgleich einzahlen muss und wer wieviel bekommt. Knapp 50 Millionen Franken muss der Kanton Zürich zusätzlich hinblättern. Der Schock darüber hält sich trotzdem in Grenzen: «Wir mussten damit rechnen», sagt Roger Keller, Sprecher von Finanzdirektorin Ursula Gut (FDP) auf Anfrage. Aber: «50 Millionen sind nicht wenig, das müssen wir jetzt anderswo einsparen.»

Berechnung geht auf bessere Jahre zurück

Für die Berechnung würden immer drei aufeinanderfolgende Jahre verwendet. Für die Berechnung des Jahres 2015 wurden die Jahre 2009/2010/2011 genommen - also die Jahre nach der Finanzkrise, in denen sich die Wirtschaft erholte. «Deshalb steigt der Beitrag für Zürich jetzt wieder an», so Keller.

Einen Höchststand hat der Beitrag mit den 417 Millionen Franken vom kommenden Jahr aber noch nicht erreicht. Zürich zahlte in früheren, noch besseren Zeiten auch schon eine halbe Milliarde an die ärmeren Kantone.

Schaffhausen: «Jede Million zählt»

Im Kanton Schaffhausen freut man sich über die neuste Finanzausgleichsbotschaft aus Bern. Statt 4 Millionen wie heuer muss Schaffhausen nächstes Jahr nur zwei Millionen beisteuern: «In unserer aktuellen finanziellen Situation zählt jede Million», sagt Schaffhausens Finanzvorsteherin Rosmarie Widmer Gysel (SVP).

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