Der kunstvolle Blick auf Sexualität und Pornografie

Die private Kunstsammlung des Zürcher Regisseurs und Filmemacher Thomas Koerfer hat es in sich. Sie enthält zahlreiche Werke, in denen es um Sinnlichkeit, Erotik und auch Pornografie geht. Nun zeigt das Kunsthaus diese Sammlung in der Ausstellung «Sinnliche Ungewissheit».

Am Eingang warnt ein kleines Schild «die lieben Eltern von minderjährigen Kindern» vor «Bildern mit sexuellem Inhalt».

Bei den Fotografien des US-Künstlers Jeff Koons aus den 90-er-Jahren geht es denn auch unzweideutig zur Sache. «Heute wirken diese Bilder fast schon in die Jahre gekommen», sagt Kunsthaus Christoph Becker. In den meisten anderen Werken bestehe «eine Atmosphäre von Anbahnung und Gesten». So sei es eben keine Sammlung, die auf die Nebensächlichkeit von Kunst abdrifte. Koerfer habe in seiner Sammlung sehr auf Kunst geachtet, meint Becker.

Koerfer «sehr zufrieden»

Die Ausstellung umfasst 150 überwiegend zeitgenössische Fotografien, Skulpturen, Gemälde und Videos von rund 60 Künstlerinnen und Künstlern. Neben Koons sind auch Namen wie Andy Warhol, Man Ray, Edgar Degas oder Robert Mapplethorpe vertreten.

Koerfer selber ist «sehr zufrieden», wie das Kunsthaus seine Sammlung präsentiert. Zu sehen ist sie noch bis zum 4. Oktober

kueh, Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17.30 Uhr