Der Mann, der mit Klängen malt

Orgelbauer Ferdinand Stemmer baut und restauriert in seiner Werkstatt in Zumikon Instrumente, die er danach in die halbe Welt verschifft. Zu Besuch bei einem Mann, der wortwörtlich alle Register ziehen kann.

Ferdinand Stemmer in seiner Werkstadt in Zumikon.

Bildlegende: Ferdinand Stemmer in seiner Werkstadt in Zumikon. Keystone

Schon als Jugendlicher wusste Ferdinand Stemmer, dass er später einmal Orgelbauer werden wollte. Allerdings fand er erst nach seiner Lehre als Modellschreiner einen Betrieb, der ihn zum Orgelbauer ausbildete. Das war vor rund vierzig Jahren.

Seither restauriert Stemmer (65) Orgeln in Kirchen und baut Instrumente für Privatleute. Das Schönste an seinem Beruf sei, ein Klangfarbe zu formen: «Es ist wie bei einem Maler. Wenn er auf der Farbpalette einen Blauton mischt, muss dieser für das ganze Gemälde beibehalten und abgestimmt werden.»

In Zürich und in allen Herren Länder

Ferdinand Stemmer ist auf der ganze Welt im Einsatz. Er intonierte die Orgel in der Kathedrale von Fribourg, wartete das Instrument in Kronstadt Brașov (Rumänien), kümmert sich um die Pfeifen der Orgel in der Stadtzürcher Kirche St. Felix und Regula oder fliegt auch mal nach Aserbaidschan, um eine Orgel zu restaurieren. Daneben bildet er Orgelbauer aus und sorgt so für Berufsnachwuchs.