Der Schaffhauser Stadtrat soll stärker auf die Barrikaden

Der Abbau an Dienstleistungen bei den Schaffhauser Postfilialen hat im Stadtparlament gleich zu zwei Vorstössen geführt. Der Stadtrat soll sich aktiver wehren gegen eine weitere Verschlechterung des Service Public in den Quartieren. Der Handlungsspielraum sei aber gering, sagt der Stadtrat.

Die Poststelle im Schaffhauser Quartier Breite. Aussenansicht.

Bildlegende: Gilt als akut gefährdet: Die Poststelle im Schaffhauser Quartier Breite. SRF

Die Stadt Schaffhausen hat neben der Hauptpost lediglich noch drei Postfilialen. Diese haben aber nur noch stundenweise offen, die Schliessfächer wurden teilweise aufgehoben und Pakete können nicht mehr dort abgeholt werden. Das sorgt für Unmut unter den meisten Politikerinnen und Politikern. Der Stadtrat müsse sich entschiedener gegen den schleichenden Abbau wehren.

Stadtpräsident Thomas Feurer stellte klar, dass die Stadt gegenüber der Post «nie ein Blatt vor den Mund genommen» habe. Er habe es auch als «Mumpitz» bezeichnet, dass die Post den Abbau als Kundennähe verkaufe. «Vielleicht kann man an Schärfe noch zulegen. Aber daran hat es bei unseren Stellungnahmen sicher nicht gelegen.» Der Handlungsspielraum des Stadtrates sei allerdings klein. Letztlich entscheide die Post allein und lasse sich höchstens vom Widerstand der ganzen Bevölkerung beeinflussen.