Die Ballettwelt schaut nach Zürich

Noch nie hat eine Premiere so viele Ballett-Kenner und Journalistinnen ins Zürcher Opernhaus gelockt: Gezeigt wird Tschaikowskis altbekannter «Schwanensee» – jedoch in einer über 100 Jahre alten Choreographie.

Alexei Ratmansky und Tänzerpaar

Bildlegende: Ein Star der internationalen Ballettszene: Alexei Ratmansky wirkt derzeit am Opernhaus. ZVG

Eine solche Aufführung hat man seit 100 Jahren nicht gesehen: Das Opernhaus Zürich zeigt «das Ballett aller Ballette», «Schwanensee», in der Original-Choreographie von Marius Petipa aus dem Jahr 1895.

Verantwortlich für dieses Unterfangen ist Alexei Ratmansky, ein Star der internationalen Ballett-Szene. Er stützt sich dabei auf über hundertjährige Aufzeichnungen, sogenannte Stepanow-Notationen – komplizierte Zeichnungen mit hunderten von Linien und Kreisen.

Stepanov-Notation

Bildlegende: Für Laien völlig unverständlich: Eine Stepanov-Notation zum Ballett «La Bayadère» um 1900. Wikipedia

Ballettdramaturg Michael Küster meint dazu: «Die Leute, die diese Stepanow-Notationen entziffern können, kann man weltweit an zwei Händen abzählen.» Zu den wenigen, die es beherrschen, gehört Alexei Ratmansky.

Die Premiere dieser ganz speziellen «Schwanensee»-Rekonstruktion im Opernhaus Zürich ist am 6. Februar.

(frid; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)