Die besten Stücke der Denkmalpflege

Es ist eines der kleinsten und kuriosesten Museen in Zürich: Das «Alterthümer»-Magazin zeigt Kostbarkeiten und Kuriositäten aus dem Bauteil-Lager der städtischen und kantonalen Denkmalpflege.

Eine der Kuriositäten im «Alterthümer»-Magazin: Ein Original-Wasserspeier der Kirche Rheinau.

Bildlegende: Eine der Kuriositäten im «Alterthümer»-Magazin: Ein Original-Wasserspeier der Kirche Rheinau. SRF

Das «Alterthümer»-Magazin befindet sich im Kellergeschoss in der Selnau mitten in der Stadt Zürich. Hier horten die städtische und die kantonale Denkmalpflege ihre Raritäten und Spezialitäten aus der Baugeschichte.

Grosse Tapetensammlung

Denkmalpfleger Peter Baumgartner mit einer Kohlefaden-Glühbirne.

Bildlegende: Denkmalpfleger Peter Baumgartner mit einer Kohlefaden-Glühbirne aus dem «Alterthümer»-Magazin. SRF

Der Fundus reicht von Möbelstücken über Lampen, alte Glühbirnen, Waschmaschinen mit Holzfeuerung bis zu Fensterbeschlägen und Bodenbelägen. Man entdeckt da die frühere Telefonstation aus dem Zürcher Rathaus, einen Gartenstuhl, auf dem einst Max Frisch gesessen hatte, oder einen imposanten Wasserspeier der Kirche Rheinau.

Überdies verfügt das Magazin über die wohl grösste Tapetensammlung der Schweiz. All diese Raritäten haben sich im Laufe der Jahre bei den Denkmalpflegen von Stadt und Kanton Zürich angesammelt. Seit 2009 ist das «Alterthümer»-Magazin öffentlich zugänglich.

Möglichst am Ursprungsort belassen

Der Gartenstuhl von Max Frisch

Bildlegende: Der Gartenstuhl von Schriftsteller Max Frisch. SRF

«Kulturgeschichtlich gesehen handelt es sich bei vielen Objekten um Schätze», sagt Peter Baumgartner, stellvertretender Denkmalpfleger des Kantons Zürich. Gleichzeitig seien diese Gegenstände auch Zeugen der Niederlage. «Die Denkmalpflege strebt diese Sammlung ja eigentlich nicht an. Unsere Aufgabe ist es, die Objekte möglichst an ihrem Ursprungsort zu erhalten.»

So schaltet sich die Denkmalpflege bei der Sanierung schutzwürdiger Gebäude ein und sucht gemeinsam mit den Eigentümern und der Bauherrschaft nach Lösungen.

Leider sei der Erhalt solcher baugeschichtlicher Raritäten aus verschiedenen Gründen nicht immer möglich. Dies gilt speziell fürTapeten, die selten vollständig erhalten seien und so letztlich als Fragment in der Sammlung landen.

Das «Alterthümer»-Magazin ist öffentlich zugänglich. Geöffnet ist es jeden ersten Samstagnachmittag im Monat (ausser Januar und August). Gruppen können sich auch ausserhalb der Öffnungszeiten für eine Besichtigung bei der Denkmalpflege anmelden.