Zürcher Stadtratswahlen 2018 Die Grünliberalen schicken Kantonsrat Andreas Hauri ins Rennen

Der 50-jährige Kantonsparlamentarier Andreas Hauri soll der erste glp-Stadtrat in Zürich überhaupt werden.

Poertrait von Andreas Hauri

Bildlegende: Den Blick fokussiert auf den Sitz im Zürcher Stadtrat: Andreas Hauri. ZVG

Die Grünliberalen der Stadt Zürich wollen mit Kantonsrat Andreas Hauri einen Sitz im Zürcher Stadtrat erobern. Die Mitglieder haben ihn am Dienstagabend für die Wahlen im März 2018 nominiert - einstimmig, wie die Partei per Twitter mitteilt.

SRF: «Andreas Hauri, warum sind Sie der richtige Mann für den Zürcher Stadtrat? Sind Sie als Kantonspolitiker nicht zu weit weg vom Geschehen in der Stadt Zürich?»

Andreas Hauri: «Zuerst möchte ich sagen, dass ich mich sehr darüber freue, dass mir die Delegierten der Partei das Vertrauen ausgesprochen haben. Und ja, ich glaube tatsächlich, dass ich der richtige Mann für diese Aufgabe bin. Ich habe politische Erfahrung auf Gemeindebene, habe Führungserfahrung und ich vetrete ein liberales und progessives Gedankengut. Das verkörpert die Stadt sehr gut.»

«Was würden Sie als Zürcher Stadtrat zuerst anpacken?»

«Da gibt es vieles. Aufgrund der Globalisierung und Digitalisierung haben immer mehr Leute verschiedene Berufe, sind auch Teilzeit-Unternehmer. Und gerade für diese Personen gibt es noch zu viele Bürokratie-Hürden. Zudem sind Velo-Schnellstrassen in Zürich schon längst überfällig.»

«Vier Mal ist die glp zu Stadtratswahlen angetreten - immer ohne Erfolg. Warum ist es dieses Mal anders?»

«Wir sind eine junge Partei und junge Parteien brauchen immer drei oder vier Anläufe, bis es funktioniert. Die Grünliberalen sind gut aufgestellt in der Stadt Zürich und haben auch schon Unterstützung anderer Parteien zugesichert bekommen. Ich hoffe, ich kann diesen Schwung nun ausnutzen und die Bevölkerung von mir überzeugen.»

Mit Stadtratskandidat Andreas Hauri gesprochen hat Dominik Steiner.

Zürcher Stadtratswahlen 2018

In der Zürcher Stadtregierung müssen im März 2018 zwei von neun Sitzen neu besetzt werden. Schul- und Sportvorsteher Gerold Lauber (CVP) und der Vorsteher der Industriellen Betriebe, Andreas Türler (FDP), gaben ihren Verzicht auf eine weitere Amtszeit bekannt. Die sieben anderen Stadträtinnen und Stadträte wollen noch einmal antreten. Im neunköpfigen Stadtrat sitzen aktuell vier Mitglieder der SP, zwei der FDP und je ein Mitglied der AL, der Grünen und der CVP. Die bürgerlichen Parteien FDP, SVP und CVP streben eine Zusammenarbeit an, um die links-grüne Mehrheit zu kippen. Die FDP nominierte den bisherigen Stadtrat Filippo Leutenegger und Gemeinderat Michael Baumer, die SVP wird voraussichtlich Susanne Brunner und Roger Bartholdi ins Rennen schicken. Die CVP wiederum stellt entweder Nicole Barandun oder Markus Hungerbühler auf.