«Die Katze auf dem heissen Blechdach» hebt nicht ab

Das Zürcher Schauspielhaus bringt den Tennessee-Williams-Klassiker «Die Katze auf dem heissen Blechdach» auf die Bühne. SRF-Theaterkritiker Andreas Kläui ist wenig begeistert: «Eine Inszenierung, die nicht abhebt», findet er.

Szenenbild aus "Die Katze auf dem heissen Blechdach" im Zürcher Schauspielhaus

Bildlegende: Eine Ehe in der Krise: Szenenbild aus "Die Katze auf dem heissen Blechdach" im Zürcher Schauspielhaus zvg (T+T Fotografie)

An bekannten Namen fehlt es der Inszenierung unter der Regie von Stefan Pucher nicht: Auf der Pfauenbühne stehen unter anderem die deutsche Filmschauspielerin Julia Jentsch («Sophie Scholl», «Der Untergang», «Die fetten Jahre sind vorbei») oder der Schweizer Charakterdarsteller Jean-Pierre Cornu.

Trotzdem kann sich SRF-Theaterkritiker Andreas Kläui nicht für die Inszenierung begeistern: «Sie hebt nicht ab, steuert auf die alles entscheidende Schlusszene zu. Die dauert aber nur 10 Minuten.»

Familie in der Krise

In «Die Katze auf dem heissen Blechdach» (unter anderem 1958 verfilmt mit Elizabeth Taylor und Paul Newman in den Hauptrollen) steht «Big Daddy», das schwerreiche und und unheilbar krebskranke Oberhaupt einer typisch amerikanischen Familie im Mittelpunkt. In der Familie kriselt es und am Geburtstag des Oberhaupts entlarvt sich die Familie als Ansammlung von einsamen und verlogenen Menschen.