«Die Leute wollten offensichtlich mehr FDP»

Nach einer langen Durststrecke hat die Zürcher FDP am vergangenen Wochenende wieder einen Wahlerfolg feiern können. Kantonalpräsident Beat Walti spricht von einer grossen Befriedigung. Den bürgerlichen Schulterschluss in der Stadt Zürich hält er für gerechtfertigt.

Die FDP hatte am vergangenen Sonntag allen Grund zum Feiern. In der Stadt Zürich zieht Filippo Leutenegger in den Stadtrat ein, im Parlament legen die Freisinnigen 3 Sitze zu. Und auch aus anderen Gemeinden im Kanton kommen Erfolgsmeldungen. Zu diesem Ergebnis haben laut Beat Walti verschiedene Gründe geführt. «Wir hatten sicher gute Köpfe, zum Beispiel mit Filippo Leutenegger in der Stadt Zürich einen sehr prominenten Kandidaten, der elektrisiert und mobilisiert hat.» Die FDP habe aber sicher auch von der Abstimmung über die Masseneinwanderungs-Initiative der SVP profitiert - und wohl auch vom bürgerlichen Wahlbündnis mit der SVP und der CVP. Ein Bündnis, das erstmals seit vielen Jahren zustande kam, und das aus Sicht von Beat Walti gerechtfertigt war.

Beat Walti hofft, dass der Aufschwung bei der FDP auch bei den Gemeindewahlen im Frühling und nächstes Jahr bei den Regierungsrats- und Nationalratswahlen weiter geht, warnt seine Parteikollegen aber davor, jetzt zurückzulehnen. Was seine Ambitionen angeht, so schliesst Walti eine Kandidatur für den Regierungsrat klar aus, bezüglich Nationalrat will er sich noch nicht festlegen.