Die persönlichere Gästebetreuung liegt im Trend

Sogenannte Bed&Breakfast-Angebote schiessen wie Pilze aus dem Boden. Allein im letzten Jahr sind in der Region Zürich rund 50 neue Angebote dazugekommen.

Bett mit Kissen und einem bereitgelegten Gebäck.

Bildlegende: Bed&Breakfast-Zimmer mit einem süssen Gruss aus der Backstube der Köllikers in Thalwil. SRF

Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer entdecken die Freude daran, selbst Gastgeber zu sein. Auch in Thalwil hat die Familie Kölliker kürzlich ein Bed&Breakfast eröffnet. Die Familie stellt im ersten Stock über ihrer Bäckerei ein Zimmer zur Verfügung für Gäste aus aller Welt. Das Frühstück kommt direkt aus der Backstube.

«Wir dachten, was andere können, das können wir auch», erzählt Marita Kölliker. Überzeugt hat sie aber nicht nur die Geschäftsidee. «Wenn wir selbst auf Reisen sind, nutzen wir möglichst Bed&Breakfast-Angebote.» Das sei familiärer und persönlicher als in der Anonymität eines Hotels.

Gerade in ländlichen Gebieten beliebt

Die ersten Gäste blieben denn auch nicht aus. So buchte ein Computerspezialist aus Indien das Zimmer gleich für zwei Wochen, weil es ihm in Thalwil gut gefiel.

Marita Kölliker glaubt auch, dass es kein Nachteil ist, nicht direkt im Zentrum Zürichs zu sein. Das bestätigt auch Dorette Provoost von der Tourismusorganisation Bed & Breakfast Switzerland: Gerade eher unbekanntere Regionen wie die ländlichen Gebiete Zürichs und der Kanton Schaffhausen hätten in den vergangenen Jahren höhere Zuwachsraten im Tourismus verzeichnet.