«Die Projekte sind nicht gestorben»

Das Schweizer Stimmvolk sagt Nein zur Erhöhung des Vignettenpreises - dies hat auch Konsequenzen für verschiedene Strassenprojekte im Kanton Zürich. Die Realisierung wird sich verzögern, glaubt der Zürcher Regierungsrat Ernst Stocker.

Ende der Zürcher Oberlandautobahn

Bildlegende: Das Nein zu höheren Vignettenpreisen verzögert auch die Lückenschliessung der Zürcher Oberlandautobahn. Keystone

Die Schliessung der Lücke in der Oberlandautobahn, die Glattalautobahn und die Verbindung über den Hirzel - all diese Strassenbau-Projekte im Kanton Zürich sind im sogenannten Netzbeschluss des Bundes enthalten.

Bedingung für deren Realisierung war allerdings ein Ja zu höheren Vignettenpreisen. Das Nein zu der Erhöhung habe deshalb für diese Projekte konkrete Auswirkungen, bekräftigt Regierungsrat Ernst Stocker gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen»: «Die Projekte sind nicht gestorben, aber es wird länger dauern.» Stocker rechnet mit zwei Jahren Verzögerung.

«Plan B» des Bundes

Stocker will sich dafür einsetzen, dass der Netzbeschluss trotzdem umgesetzt wird. Ausserdem müsse man nun alternative Finanzierungsmöglichkeiten suchen. Dieser «Plan B» müsse allerdings vom Bund kommen. Der Kampf um die Mittel werde noch mehrere Abstimmungen zur Folge haben.

Dass der Bundesrat im Vorfeld der Abstimmung bei einem Nein die Erhöhung des Benzinpreises in Aussicht stellte, erachtet Stocker taktisch als mehr als ungeschickt. «Das war tödlich».