Die Regisseurin putzte drei Tage lang die Camping-WCs

Der Dok-Film «Heimat Campingplatz» zeigt das Leben der 60 Langzeit-Camper auf dem Campingplatz Schützenweiher in Winterthur. Um in diese unbekannte Welt einzutauchen, musste Regisseurin Ursula Brunner erst das Vertrauen der Protagonisten erlangen. Sie schaffte es mit ungewöhnlichen Methoden.

Eigentlich habe sie vor den Dreharbeiten keinen Bezug zu Campingplätzen gehabt, erklärt Regisseurin Ursula Brunner gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Deshalb habe sie drei Tage lang die Platzwartin des Schützenweihers vertreten: «Ich putzte die WCs, fegte den Platz oder schaute, dass die Nachtruhe eingehalten wurde.» Ausserdem wohnte Brunner während den Dreharbeiten immer auf dem Campingplatz und wurde so von den Campern bald nicht mehr als Fremdkörper empfunden.

Barny, Dauercamper auf dem Schützenweiher, und Regisseurin Ursula Brunner im SRF-Studio.

Bildlegende: Barny, Dauercamper auf dem Schützenweiher, und Regisseurin Ursula Brunner im SRF-Studio. SRF

Brunners Dokumentation zeigt das Leben auf dem Campingplatz im Winter, wenn nur noch die Langzeit-Camper übrig sind. Erzählt wird zum Beispiel die Geschichte von Barny, der nach einem Burnout auf den Campingplatz kam und dort blieb, obwohl er sich mittlerweile wieder eine Wohnung leisten könnte: «Mich packte das Camping-Virus.»

Der Dokumentarfilm «Heimat Campingplatz» wird ausgestrahlt am Donnerstag, 19. Dezember 2013, um 20.05 auf SRF1.

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