Die Töggeli-Queen will den Weltmeistertitel

Die Zürcherin Cindy Moser ist eine der besten Tischfussballerinnen. Im Doppel wurde sie schon zweimal Weltmeisterin und hat diverse Schweizermeisterschaften gewonnen. Nun will sie an der Weltmeisterschaft in Italien auch den Einzeltitel im Tischfussball gewinnen.

Das Clublokal des Tischfussball-Clubs Zürich (TFCZ) ist das Hinterzimmer einer Druckerei in Zürich-Wipkingen. Hier trainiert die 28-jährige Cindy Moser an einem der elf Tische. Einmal pro Woche kommt sie hierher, trainiert aber auch viel zu Hause an einem eigenen, professionellen Töggeli-Tisch.

«Töggele», das könne jeder lernen, sagt sie, nur wenige seien aber richtig gut: «Die Technik kann jeder lernen, der sich die Zeit dazu nimmt. Das Mentale ist aber sehr wichtig: Zu wissen, was der andere macht, wie man in welchem Moment kontern kann.» Professionalität im Tischfussball ist deshalb vor allem Kopfsache: Cindy Moser stellt sich darum Pässe und Techniken immer wieder vor, spielt Momente nach, in denen sie trotz scheinbar auswegloser Situation noch gewonnen hat.

Teures Hobby – denn Sponsoring fehlt

Cindy Moser ist eine der besten der Welt. Eines fehle ihr aber noch, lacht ihr Trainer und Verlobter, Filip Kubiatowicz: «Geduld! Aber das ist grundsätzlich eine Frauenschwäche.» Ansonsten schätzt er ihren Kampfgeist im Spiel, was ihr schon oft zum Sieg verholfen hat.

Mit ihrer Freundin Divy Täschler hat Cindy Moser schon einige Titel im Frauen-Doppel errungen – nun kämpft sie um den Einzel-WM-Titel in Italien. Eine teure Angelegenheit: Um die 300 bis 500 Euro blättert sie jeweils hin, um an solche Anlässe zu fahren. Denn professionelles Sponsoring wie in anderen Sportarten gibt es nicht. Geld wäre aber die beste Möglichkeit, den Tischfussball von einer Randsportart ins Zentrum der Sportwelt zu holen – davon ist auch Trainer Filip Kubiatowicz überzeugt.

marn; siem; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr