Die vierfache «Felix Krull»

Das Zürcher Schauspielhaus inszeniert den unvollendeten Thomas Mann-Klassiker hervorragend - aber zu moralisch.

Es war der letzte Roman des grossen Schriftstellers Thomas Mann: «Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull». Mann brachte den Roman nie zu Ende. Die vorhandenen 400 Seiten sind dennoch ein faszinierendes Portrait eines charmanten Schelms, Schmeichlers und Verführers.

Die neue Inszenierung von Lars Ole Walburg feierte im Zürcher Schauspielhaus Premiere. Sie besticht mit der Idee, die Hauptfigur von vier Schauspielern darstellen zu lassen. Am Ende ist das Stück aber zu moralisierend.