«Dräckele und Füürle» im ersten Winterthurer Naturkindergarten

Ab sofort spielen Kindergärtler der Schule Brühlberg Winterthur an vier Vormittagen in der freien Natur, bei jedem Wetter und bei jeder Temperatur. Schon vorher waren die Kindergärtler öfters in der freien Natur anzutreffen. Kindern und Eltern gefällts.

Sie sind warm eingepackt, die 23 Kinder vom Brühlberg-Schulhaus. Schon seit letzten September sind die Kindergärtler mit ihren Lehrerinnen häufig draussen anzutreffen, aber erst seit diesem Dienstag ist der Naturkindergarten offiziell eröffnet und für alle Kindergartenkinder vom Brühlberg-Schulhaus obligatorisch.

Der zuständige Stadtrat Stefan Fritschi ist überzeugt, dass die Kinder vom Spielen in der freien Natur nur profitieren können: «Die Erfahrungen, die die Kinder hier sammeln können, die verschiedenen Jahreszeiten und Wetterlagen - viele Kinder erleben das sonst nicht häufig.» Er ist sicher, dass die Kinder sich noch lange an die zwei Jahre im Naturkindergarten erinnern werden.

«Dräckele» ist der Hit

So wie es aussieht, werden es nur gute Erinnerungen sein: Die Kinder fühlen sich sichtlich wohl draussen, sie spielen mit allem, was der Wald hergibt. Gefragt nach einem Lieblingsspiel, ist die Antwort für den vierjährigen Enio klar:  «Dräckele» und «die Dreckrutschbahn hinunterrutschen» gibt er strahlend zu Protokoll. Andere Kinder lassen ihrer Phantasie freien Lauf, aus dem ausgegrabenen Stein wird so ein geheimnisvoller Kristall. Kinder und Eltern seien gut auf das neue Konzept vorbereitet worden, so dass heute auch die Skeptiker überzeugt seien, sagt Felix Müller, Präsident der Kreisschulpflege Winterthur-Stadt.

Vorderhand ist der Naturkindergarten nur für die Kinder vom Brühlberg-Schulhaus reserviert. Wenn er sich bewährt, kann sich Stadtrat Stefan Fritschi gut vorstellen, dass bald auch Kinder aus anderen Schulhäusern den Kindergarten teilweise im  Wald erleben können.