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Schiesserei in Zürich Drei Verletzte nach Schüssen in Moschee – Polizei sucht Zeugen

Ein Mann habe wahllos auf die Betenden geschossen. Der unbekannte Täter ist auf der Flucht.

Legende: Video Schiesserei im Gebetsraum abspielen. Laufzeit 00:30 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.12.2016.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei einer Schiesserei im Islamischen Zentrum Zürich nahe des Hauptbahnhofs sind am Montagabend drei Personen verletzt worden.
  • Unweit des Zentrums wurde offenbar ein lebloser Körper entdeckt. Ein Zusammenhang mit der Schiesserei im Gebetsraum des Islamzentrums ist nicht bestätigt.
  • Die Täterschaft ist auf der Flucht. Die Polizei sucht Zeugen.
  • Die Polizei sucht die Gegend mit Spürhunden ab.

Laut Angaben der Zürcher Justizbehörden vom Montagabend betrat ein etwa 30-jähriger Mann gegen 17.30 Uhr die Räumlichkeiten des Islamzentrums an der Eisgasse im Zürcher Kreis 4 und gab wahllos mehrere Schüsse auf Betende ab.

Danach flüchtete er aus der Moschee in Richtung Zeughausareal. Beim Amoklauf wurden ein 30- sowie ein 56-jähriger Mann schwer verletzt, ein 35-Jähriger wurde mittelschwer verwundet. Über die Nationalität der Opfer ist zur Stunde nichts bekannt. Weitere Angaben zum Motiv sowie zum genauen Tathergang konnten die Justizbehörden nicht machen.

Laut Augenzeugen befinden sich im Schnitt zehn Leute im Gebäude des somalisch-islamischen Zentrums – mehrheitlich Personen aus dem Maghreb, Somalia und Eritrea. Dort fänden täglich Gebete statt. Es sei bisher immer friedlich geblieben.

«Keine Gefahr für Bevölkerung»

Obwohl kurz nach der Tat eine Grossfahndung eingeleitet wurde, konnte der Einzeltäter bis am späten Montagabend nicht gefasst werden. «Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr», sagte Marco Bisa von der Stadtpolizei Zürich. Die Sicherheit sei gewährleistet.

Der Täter trug laut ersten Zeugenaussagen bei der Tat dunkle Kleidung sowie eine dunkle Wollmütze. Die weiteren Ermittlungen werden nun durch die Staatsanwaltschaft für Gewaltdelikte sowie die Kantonspolizei Zürich geführt. Weitere Informationen stellte die Polizei für Dienstag in Aussicht, «wenn weitere gesicherte Erkenntnisse und Fakten vorliegen».

Toter bei Brücke entdeckt

Ein Zelt wird aufgespannt von der Polizei.
Legende: Ein Zelt wird aufgespannt von der Polizei. SRF / Marcel Anderwert

Unklar ist momentan noch, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen der Schiesserei und einem Toten, der ein paar Stunden nach dem Amoklauf nur wenige hundert Meter von der Moschee entfernt an der Gessnerallee gefunden wurde. «Die polizeiliche Abklärungen laufen parallel und auf Hochtouren», schrieb die Stadtpolizei Zürich via den Kurznachrichtendienst Twitter.

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68 Kommentare

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  • Kommentar von Herr Selvä (Liberal)
    Der Täter hatte ghanaische Wurzeln. Also Schweizer mit Migrationshintergrund. Ich schreibe dies Wertfrei. Es gehört zur Informationspflicht dies zu erwähnen. Auch die Ermittlungsbehörden sahen dies als notwendig an. Aber meine Gedanken sind wie in Berlin auch hier bei den Opfern und den Hinterbliebenen. Ich hoffe diese Gewalt weltweit hört endlich auf!
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  • Kommentar von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
    Da werden unschuldige Gläubige beim Gebet teilweise schwewr verletzt, und den Kommentatoren hier fällt mehrheitlich nichts gescheiteres ein als gegen Muslime und Ausländer zu hetzen? Echt traurigm, mein Beileid gilt der Schweiz, wenn das unsere Kultur sein soll!!
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  • Kommentar von Niklaus Bächler (Brücken- statt Mauerbau!)
    Gedenken wir endlich zuerst all den Opfern und warten ab, was die jeweiligen Ermittlungsbehörden an GESICHERTEN FAKTEN präsentieren!
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