«Ein Bubentraum geht in Erfüllung»

Ein Basler in Zürich: Manuel Bürgin ist der neue Leiter des Theater Winkelwiese. Um neben den grossen Zürcher Kulturhäusern bestehen zu können, gibt es neu ein «Generalabonnement».

Strassenschild mit Aufschrift: Winkelwiese

Bildlegende: Eigentlich nur ein Kellergewölbe. Das Theater Winkelwiese residiert seit 50 Jahren an bester Lage in der Stadt Zürich. Keystone

Eine neue Leitung bringt neue Ideen und Veränderungen. So auch im kleinen Zürcher Theater Winkelwiese. Seit 50 Jahren ist es in einem Kellergewölbe mitten in der Zürcher Altstadt zuhause – eine eigene Theatertruppe hat es nicht, es engagiert die Schauspieler von Stück zu Stück.

Der neue Theaterleiter Manuel Bürgin will die Geschichte dieses Kellergewölbes weiterschreiben. Der 40-jährige Basler hat in Zürich Schauspiel studiert und hat danach in verschiedenen Theatern Regie geführt. Im Theater Winkelwiese erwartet ihn nun eine dreifach Aufgabe: Regisseur, Schauspieler, Theaterdirektor. «Ein Bubentraum geht in Erfüllung: endlich einen Ort zu haben, einen Raum, in dem man etwas machen kann!» schwärmt er im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Nicht mit dem eisernen Besen fegen

Manuel Bürgin will nicht alles neu machen. Es sollen weiterhin aktuelle Stücke von Schweizer Theaterautoren und -autorinnen aufgeführt werden. Stücke, die mit zwei bis drei Schauspielerinnen oder Schauspielern auskommen – mehr Platz hat es im Kellergewölbe nicht.

Neue Bühne für Konzerte und Lesungen

Eine neue Idee will Manuel Bürgin dennoch realisieren. Aus dem zweiten Raum in der Winkelwiese – einer Bar – soll eine zweite Bühne für Konzerte und Lesungen werden. Eine Bühne, um etwas Neues auszuprobieren, aber auch ein Ort für den Austausch, zum Verweilen.

Neuerdings soll es für 300 Franken im Jahr ein Generalabonnement fürs Theater Winkelwiese geben. So will Manuel Bürgin dem Publikum den Einstieg in sein Programm einfacher machen.